Mill, John Stuart (1806-1873)
Mills Lebenslauf
Geboren 1806, Sohn von James Mill, Philosoph, Ökonom und Verwalter in der "East India Company". Mill schuf einen lebendigen und bewegenden Bericht seines Lebens und besonders seiner Ausbildung in seiner Autobiographie von 1873, die er gegen Ende seines Lebens schrieb. Mill hatte eine erfolgreiche Karriere als Verwalter der "East India Company", aus der er sich zurückzog, als die Verwaltung der "East India Company" nach dem Aufstand 1857 von der britischen Regierung übernommen wurde. Zusätzlich war er ein liberaler Parlamentsabgeordneter von 1865-68 und gab als junger Mann in den 1830er Jahren die "London and Westminster Review" heraus, eine vierteljährig erscheinende radikale Zeitung. Er starb 1873 in Aix-En-Provence.
Mills ideologische Überzeugungen und sein nachhaltiger Wandel
Mill wurde von seinem Vater James Mill mit dem Rat und der Mithilfe von Jeremy Bentham und Francis Place ausgebildet. Ab seinem dritten Lebensjahr bekam er Unterricht in Griechisch, in Latein wenig später; mit 12 Jahren war er ein kompetenter Logiker und mit 16 ein hervorragender Ökonom. Mit 20 Jahren erlitt er einen Nervernzusammenbruch, der ihn davon überzeugte, dass es mehr bedarf als die totale Hingebung für das Allgemeinwohl und einen scharfen analytischen Verstand. Zunächst als Utilitarist aufgewachsen, wandte er sich nach dieser Erfahrung Coleridge, Wordworth und Goethe zu, um seine ästhetischen Empfindungen aufleben zu lassen. Von 1830 bis zu seinem Tod versuchte er, die britische Öffentlichkeit von der Notwendigkeit zu überzeugen, soziale, politische und ökonomische Veränderungen zu verstehen, ohne die Erkenntnisse von Dichtern und anderen Autoren fiktiver Werke zu vernachlässigen.
 
 
Linus Völker
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