Fragebogen zur Ausstellung „Körperwelten":
 

 
 

Der Plastinator und Mediziner Gunther von Hagens,  Gründer des Instituts für Plastination in Heidelberg entwickelte eine bis jetzt noch nicht gekannte Art und Weise der Konservierung von toten Körpern, durch die es ihm gelungen ist, diese in den verschiedensten Körperstellungen darzustellen und ihre  Farben und Formen zu erhalten. 

So eröffnete er vor kurzem seine Ausstellung „Körperwelten", in der er menschliche, tote Körper in Scheiben geschnitten, auseinandergenommen, neu zusammengesetzt und gehäutet darstellt. 
Er bezieht sein „Material" von Körperspendern, die sich noch zu Lebzeiten dazu bereit erklärt haben. 

Wir haben dazu eine Umfrage gemacht; weiter unten folgt die Auswertung. (Ein Klick auf die Frage führt zur Antwort.) 

Auf seinen Internet-Seiten bezieht der Philosoph Axel W. Bauer  Stellung zur Ausstellung; wir haben ihm hierzu eine philosophische E-Mail geschickt und warten noch auf Antwort. 
 
 
 
 

 
 
 
 
1. Würden Sie eine solche Ausstellung in Münster begrüßen?
 
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2. Glauben Sie, daß Leute diese Ausstellung eher aus Interesse an der Anatomie oder ihrem Körper oder eher aus Sensationsgier besuchen?
 
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3. Meinen Sie, daß Leute, die diese Ausstellung als pervers bezeichnen, dieses nur tun, da sie ungewohnt und vollkommen neu ist, oder spielen andere Faktoren eine Rolle? Zu welcher Meinung tendieren Sie?

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4. Halten Sie Herrn von Hagen für einen Künstler?

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5. Glauben Sie, daß die Menschen durch die Betrachtung der Ausstellung ein neues Verhältnis zu ihrem eigenen Körper bekommen?

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6. Könnten Sie sich vorstellen, selbst als Körperspender zu fungieren?

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7. Meinen Sie, daß jeder Mensch die Freiheit besitzen sollte, seinen Körper zu spenden?
 
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8. Geht die Würde des Menschen durch eine solche Ausstellung verloren?

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9. Endet die Würde des Menschen nach dem Tod?

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10. Ein Ausstellungsstück des Plastinators wurde verboten, da die individuellen Gesichtszüge der Leiche noch zu erkennen waren. Sehen Sie einen Unterschied darin, ob man das Gesicht noch vorhanden ist oder nicht? Wenn ja, warum?
 
 
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 11. Der Künstler äußerte sich zu der Frage, ob seine Ausstellung moralisch vertretbar sei, mit den Worten: „Sie sehen ja, wie viele Menschen meine Ausstellung besuchen. Und die Mehrheit entscheidet über die Moral." Stimmen Sie dem Plastinator zu?
 
 
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 12. Nach dem Koran hat Gott uns unseren Körper geliehen und fordert ihn nach unserem Tod unversehrt zurück. Das alleinige Ansehen der Ausstellung „Körperwelten" gilt in diesem Kulturkreis als Sünde. In Tokio (Japan) ist das Transplantieren von Herzen aus religiösen Gründen verboten. Von Hagens Ausstellung allerdings wurde genehmigt und fand dazu noch großen Anklang.
Nehmen Sie Stellung!! (z.B. Sollte der Plastinator mehr Rücksicht auf andere Kulturen nehmen? Wie erklären Sie sich, daß die Ausstellung in Tokio genehmigt wurde? etc.)
 
 
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 13. Nach Ansicht Drewermanns wird der Tod in unserer Gesellschaft immer mehr in den Hintergrund gedrängt, ein Beweis dafür sei die Ausstellung „Körperwelten". Worin könnte ihrer Meinung nach eine Gefahr für das Verdrängen des Todes sein?
 
 
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14. Halten Sie unser traditionelles Verhältnis zum Tod (Beerdigung, Trauerkleidung..) für übertrieben?
 

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15. Was könnte der größte Kritikpunkt dieser Ausstellung sein?
 

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16. Glauben Sie, daß diese Ausstellung etwas in dem Verhalten der Menschen zueinander verändert oder verändern könnte? (positiv oder negativ)
 

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17. Meinen Sie daß die Ausstellung eine Tendenz unserer modernen Gesellschaft widerspiegelt, die immer weniger Tabus kennt und immer nach dem Extremen sucht? Wenn ja , gibt es dann noch eine Steigerung der Ausstellung „Körperwelten"?

 
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Antwort zu Frage 17 :Der Befragtenkreis bejahte geschlossen die Tendenz unserer Gesellschaft, immer mehr Tabus zu brechen. Er meinte, die Gesellschaft würde immer sensationslüsterner und hätte keine Achtung mehr vor Werten, wie dies auch das Fernsehen widerspiegeln würde. Als mögliche Steigerung wurden vor allem individuellere Darstellungsweise und die Ausstellung von Kriegsopfern genannt. Manche konnten sich auch geklonte Körper vorstellen sowie Komapatienten, die lebendig aufgeschnitten werden, um die Organe in Funktion zeigen zu können. Außerdem könnte man den Verlust der Persönlichkeit dokumentieren, indem man den Weg zum Plastinat aufzeigt. Als Steigerung der Darstellungweise wurde noch aufgezählt, Plastinate in Alltagssituationen darzustellen und Menschen an unmoralischen Orten bzw. bei unmoralischen Handlungen zu plastinieren.
 
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Antwort zu Frage 16 :
Einige wenige vermuteten, daß die Ausstellung negative Auswirkungen im Verhältnis der Menschen zueinander haben würde, z. B. würden Menschen nur als Objekte gesehen. Weiterhin würde der Respekt vor den Toten abnehmen und perverse Mörder könnte die Ausstellung als Vorbild dienen. Die große Mehrheit sah keine Auswirkungen, da die Ausstellung nur eine Art Gegenstand des Tagesgesprächs wäre und nur Gesprächsstoff für kurze Zeit bieten würde. Alle Ausstellungsbesucher würden sehen, daß alle Menschen gleich sind. Einige meinten, die Ausstellung rege höchstens zum Nachdenken an. Es wurde allerdings angezweifelt, ob Kinder diese Ausstellung verarbeiten können und diese nicht als ein Horrorszenario empfinden würden.
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Antwort zu Frage 15 :
Als mögliche Kritikpunkte wurden mehrfach die Verletzung bzw. Infragestellung der Menschenwürde sowie religiöser Grundsätze angeführt. Auch wurde die ethische Vertretbarkeit aufgrund der totalen Entstellung angezweifelt. Als weiterer Kritikpunkt kam hinzu, daß die Entartung und Zurschaustellung eventuell ohne Kenntnis des Körperspenders über diese Art der Sensationsgierbefriedigung erfolgt sei. Ferner wurde angezweifelt, ob es sich rechtlich um Körperspender handelt. Weiterhin wurde aufgeführt reine Geldmacherei, fehlender Respekt vor den Toten und daß bewegliche Körper einen religiösen Konflikt fördern würden.
 
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Antwort zu Frage 14 :
Der Befragtenkreis war hier geteilter Meinung. Der eine Teil sah in den heutigen Begräbnissen eine reine Geldmacherei und Imponiergehabe, hielt es aber durchaus für angemessen, einen Toten zu bestatten, wenn die Würde des Menschen im Vordergrund steht und nicht die Regeln selbst. Der andere Teil sieht dieses Verhältnis zum als eine Art Bewältigungshilfe für die Angehörigen und nannte den Totenkult als ein Symbol für die Würde des Menschen. Man könne noch einmal Abschied von dem Verstorbenen nehmen und ein letztes Mal zeigen welche Bedeutung er für einen hatte. Allerdings wurde eingeräumt, daß es Alternativen geben sollte.
Einer machte es allein von der persönlichen religiösen Überzeugung des Einzelnen abhängig.
 
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Antwort zu Frage 13 :
Einige waren der Meinung, daß durch die Verdrängung des Todes das Leben nicht mehr so geschätzt werde. Die Menschen würden den Respekt vor dem Leben verlieren. Außerdem bestehe die Gefahr, daß die Menschen den Bezug zur Geschichte verlören und so nicht mehr durch Fehler lernen könnten.
Weitere Risiken seien Unverständnis für alles, was mit dem Tod zusammenhängt, Angst vor dem Tod, zu spielerisches Umgehen mit dem Tod, ein Nicht-Ernst-Nehmen des Todes sowie ein mögliches unmoralisches Verhalten. Einer kritisierte die Fragestellung an sich insofern, als die Ausstellung nicht den Tod verdrängen würde, sondern sich vielmehr mit ihm befassen würde.
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Antwort zu Frage 12:
Die häufigsten Antworten auf diese Frage lauteten:
Anscheinend siegten Neugier und Sensationsgier über Moral und Religion.
An diesem Beispiel zeigt sich, daß die Autorität der Religionen schwindet.
Wenn diese Ausstellung genehmigt wurde, muß man auch keine Rücksicht mehr auf andere Kulturen nehmen. Außerdem könne sich so jeder einzelne über diese Ausstellung eine Meinung bilden, was der Meinungsfreiheit entspreche. Wäre die Ausstellung verboten worden, hätte das eine Verletzung eben dieser bedeutet.
 
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 Antwort zu Frage 11:
Für die Mehrheit war die Antwort eindeutig. Die Mehrheit entscheidet nicht über die Moral. Was dann passieren würde habe man ja gesehen. (2. Weltkrieg)
Außerdem würde die Mehrheit ja auch über die Moral entscheiden, die für sie am besten ist und die meisten Vorteile bringt. Die Frage die dann entsteht lautet:
„Was geschieht mit all den Minderheiten? (Arme, Kranke, Behinderte)"
Die Mehrheit entscheidet also vielleicht, welche Moral akzeptiert wird, aber nicht was ethisch richtig ist.
 
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 Antwort zu Frage 10:
Hier waren sehr verschiedenen Meinungen vertreten. Für wenige bestand kein Unterschied darin, ob man nun individuelle Gesichtszüge erkennen kann oder nicht. Das wurde allerdings mit einem Hinweis behaftet, da man Rücksicht auf die Angehörigen der Spender nehmen müsse. Andere waren der Meinung, daß eine solche Art der Darstellung die Ausstellung entlarve, d.h. die Menschen gehen eigentlich nur aus Schaugier in die Ausstellung; werden sie nun aber mit einem individuellen Gesicht konfrontiert, wird ihnen ihre eigene Unmoral und Sensationsgier bewußt. Das ist unangenehm.
Hinzu kommt das die Identifikation gesteigert wird. (Es sind wirklich echte Menschen!)
 
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 Antwort zu Frage   9:
Die meisten meinen, daß die Würde des Menschen nicht nach seinem Tod endet, weil der menschliche Körper das Leben darstellt. Einige meinen auch, daß man Respekt vor den Toten haben sollte oder daß die Würde des Menschen erst endet, wenn sich die Angehörigen von seinem Körper verabschiedet haben. Das Viertel, daß die Würde des Menschen mit seinem Tod endigen sieht, betrachtet den Körper nur noch als Fleisch, als eine wertlose Hülle, da sich die Würde des Menschen ausschließlich auf seine inneren Werte stütze. Die Entscheidungslosen machten die Beantwortung der Fragestellung von der persönlichen Religion abhängig.
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 Antwort zu Frage   8: Hier fielen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Während einige der Befragten der Meinung waren, daß die Würde des Menschen niemals verloren gehen kann, da es sich in diesem Fall ja auch um eine freiwillige Entscheidung der Spender handelt, antworteten andere, daß die Würde des Menschen zumindest angegriffen würde.
Wieder andere argumentierten, daß durch einen solche „Zerstückelung und Leichenschändung", die Würde des Menschen auf jeden Fall verloren gehe. Dabei wurde von einigen noch erwähnt, daß vor allem die Würde im religiösen Sinn angegriffen sei.
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 Antwort zu Frage 7:
 Die Mehrheit der Befragten antwortete mit „JA". Schließlich dürfe man auch jetzt schon zwischen Verbrennung, Seebestattung oder einer normalen Beerdigung wählen. Allerdings gaben fiele zu bedenken, daß man in seine Entscheidung auch die Gefühle der Angehörigen einbeziehen muß und daß man überlegen muß, ob man ihnen eine solche Situation und Entscheidung zumuten kann.
Zusätzlich hielten es auch die meisten für ratsam den Spender ausreichend über die Plastination aufzuklären.
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 Antwort zu Frage 6:
 Fast alle der Befragten beantworteten diese Frage gleich. Sie konnten sich nicht vorstellen, ihren Körper für solche Zwecke zu spenden, da die meisten keinen Zweck darin sahen. Allerdings konnten sich die meisten vorstellen, ihren Körper „wirklichen medizinischen" Zwecken zur Verfügung zu stellen.
Die, die sich zur Verfügung stellen würden, hatten allerdings die Bedingung vorerst als Organspender zu fungieren bevor sie plastiniert würden. Konkrete Gründe für ihre Entscheidung zur Körperspende nannten sie nicht.
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 Antwort zu Frage 5:
 Die Mehrheit der Befragten zweifelt an dem aufklärerischen Moment der Ausstellung. Nicht der Körper sei Ausstellungsobjekt sondern das Zerstückeln und die Zerfetzung desselben.
Andere meinten, daß den Besuchern der Ausstellung sehr bewußt wird, wie vergänglich der Mensch ist. Viele sprechen auch davon, daß der Körper nur mehr als Hülle und bloßes Material gesehen wird.
Eine Minderheit ist der Meinung, daß die Ausstellung den Besuchern ein Intensiveres Verhältnis zu ihrem Körper vermittelt.
Außerdem sei durch die Zerstückelung der Ausstellungsobjekte die Identifizierung mit dem dem eigenen Körper an sich nicht mehr in dem Maße gegeben.
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 Antwort zu Frage 4:
 Die Befragten, die auf diese Frage mit „Nein" antworteten, begründeten das damit, daß Kunst nur dann Kunst sei, wenn man einen Gegenstand mit anderen Materialien darstellt und nicht den Gegenstand durch sich selber ausdrückt.
Viele bezeichneten Herrn von Hagen als „Leichenschänder" ,dessen einziger Beweggrund das Geld sei.
weiterhin gab es eine Minderheit , die Herrn von Hagen zwar als Künstler  aber als einen schlechten empfanden. „er bereichert die Menschheit nicht sondern verarmt sie."
Sehr wenige bezeichneten Herrn von Hagen einfach nur als Mediziner, der durch seine neue Methode der Plastination sehr viel geleistet hat und ein Pionier auf seinem Gebiet ist.
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 Antwort zu Frage 3:
 Bei dieser Frage waren die Meinungen sehr gespalten. Kaum einer der Befragten war der Meinung, daß das Ungewohnte überhaupt keine Rolle spiele. Eine Minderheit empfand die Ausstellung überhaupt nicht als pervers.
Doch waren fast alle der Meinung, daß weniger das Ungewohnte als das Unmoralische an „Körperwelten" die meisten Leute diese Ausstellung als pervers empfinden läßt. Sie entspreche nicht unseren anerzogenen ethischen Normen. Als ein weiterer Faktor wurde die Identifikation mit den Leichen genannt, die dadurch, daß sie aus echtem menschlichen Material bestehen, wesentlich erhöht ist , uns also mehr berührt. Eine große Rolle spiele auch das Verdinglichen der menschlichen Körper, die den Leichen ihre Würde nehme. Eine Gewöhnung an eine solche Ausstellung sei also nicht wünschenswert.
 
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Antwort zu Frage 2:
 Auch die Antworten auf diese Frage fielen relativ eindeutig aus. Die Mehrheit der Befragten war der Meinung, daß die Ausstellung eher der Befriedigung der Sensationsgier diene, als der Aufklärung über die Anatomie des Menschen. Sie waren der Meinung, daß, wäre man wirklich am Aufbau des Körpers interessiert, andere  Medien
sachlicher und informativer seien. Außerdem sei bei von Hagens Skulpturen durch Verformung und Zerstückelung kaum noch etwas von dem ursprünglichen Körperbau vorhanden.
Die meisten der Befragten waren der Ansicht, daß in erster Linie „die Lust am Gaffen, die echten toten Körper, das Verruchte und Skandalöse , ein Kulturereignis mit Grusel- und Horroreffekt" die Menschen in diese Ausstellung locke. Diejenigen, die die Ausstellung für positiv hielten waren allerdings der Meinung, daß diese neue Art der Plastination mit einem gewissen Interesse an der Anatomie der Menschen verbunden sein könnte.
 
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Antwort zu Frage 1:
Auf diese Frage antworteten weit über die Hälfte der Befragten negativ ,viele standen der Vorstellung gleichgültig gegenüber, und die wenigsten antworteten mit „Ja". Allerdings fügten diejenigen, die eine solche Ausstellung  in näherer Umgebung begrüßten hinzu, daß sie diese trotzdem nicht unbedingt besuchen würden.
Die meisten der Befragten empfanden die Ausstellung „Körperwelten" als „geschmacklos, pervers und abstoßend"
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