Anti-Mobbing
e.V.:

Erkennen – Lernen – Helfen
Wer kennt ihn nicht...
den Kleinkrieg im Berufsalltag. Sind wir
deshalb alle betroffen oder gefährdet?
WAS IST DRAN AN "MOBBING"?
Konflikte am
Arbeitsplatz, Kollegen, die sich nicht leiden können, Vorgesetzte, die ihre
Mitarbeiter schikanieren, Streß, den man am Mitarbeiter ausläßt – all diese
Phänomene gibt es, seit Menschen in einer organisierten Form zusammenarbeiten.
MOBBING - EIN MODEWORT?
Konrad Lorenz, der
Verhaltensforscher, benutzte das Wort "MOBBING" (engl. "to
mob" für anpöbeln, attackieren, angreifen) ursprünglich für aggressives
Verhalten im Tierreich. Der schwedische Arbeitspsychologe, Heinz Leymann,
etablierte diesen Fachbegriff bereits in den 80´er Jahren für Psychoterror am
Arbeitsplatz.
MOBBING – AUF DEN PUNKT GEBRACHT...
Nicht jeder Konflikt ist gleich MOBBING. Die Grenzen zwischen MOBBING und alltäglichen Aggressionen sind fließend. Alltägliche Streitereien, ein cholerischer Vorgesetzter, oder einzelne Bosheiten sind für sich genommen noch kein MOBBING.
Von MOBBING kann erst gesprochen werden, wenn folgende Merkmale vorhanden sind:
Geschehen Einfluß zu nehmen; er/sie bekommt keine soziale Unterstützung, kann
sich daher nur ungenügend wehren.
MOBBING gezielt auf eine Person gerichtet, um sie/ihn aus der Position zu
vertreiben.
MOBBING – EIN FÜHRUNGSPROBLEM !
MOBBING kommt da vor,
wo dies vom Management zugelassen wird. Sei es, daß MOBBING von Arbeitgeberseite
ignoriert, bewußt betrieben oder mittelbar genutzt wird, oder weil von
Arbeitgeberseite zu wenig für ein gutes Betriebsklima getan wird. Anerkennung
für geleistete Arbeit, funktionierende Kommunikationsstrukturen, Information
und Mitsprache, Organisation und Bedingungen am Arbeitsplatz gehören dazu. Mit
Betriebsfesten ist es nicht getan.
... WEITERE URSACHEN
MOBBING – EIN TEUFELSKREIS VON STRESSFAKTOREN
Mobbing-Strukturen können nur entstehen, wenn
mehrere Bedingungsfaktoren zusammenkommen. Die Grafik veranschaulicht das
Zusammenspiel der Ursachen.

Ob massive oder schleichende Belastung – MOBBING macht krank an Leib und Seele und führt zu unterschiedlichen Beschwerden, die oftmals schwere Erkrankungen auslösen können. Für die Betroffenen bleibt vielfach nur die Kapitulation: Viele kündigen, weil ihre psychische Verfassung durch die ständigen An- und Übergriffe immer schlechter wird; sie glauben, persönlich versagt zu haben und geraten immer mehr in die Isolation. Andere erkranken psychosomatisch, werden langfristig arbeitsunfähig und verlieren so ihren Job.
Viele greifen zu
Medikamenten und Alkohol – MOBBING treibt die Betroffenen in einen Teufelskreis
des sozialen Abstiegs. In einigen Fällen führt MOBBING sogar bis in den
Freitod.
MOBBING-FOLGEN ...
I. ... für
die Betroffenen
Unsicherheitsgefühl, Konzentrationsstörungen,
Reizbarkeit, Antriebslosigkeit, Vergeßlichkeit, allgemeines Unwohlsein, innere
Unruhe, Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen,
Bluthochdruck, Schweißausbrüche, Depressionen, Angstzustände, Schuld- und
Versagensgefühle, chronische körperliche und seelische Beschwerden, Schwächung
des Immunsystems usw.
Soziale Folgen:
II. ... für den Arbeitgeber
hohe betriebswirtschaftliche
Kosten durch:
- Verschlechterung des Betriebsklimas
- krankheitsbedingte Fehlzeiten
- Minderleistung der an dem Mobbing-Prozeß beteiligten Personen
- Mitarbeiterfluktuation und damit verbundene Neueinstellung
-Abfindungen
III. ... für die Gesellschaft
Zu den betrieblichen Kosten müssen
weitere hohe Kosten hinzugerechnet werden, die der Volkswirtschaft durch
Heilbehandlungen, Rehabilitationskuren,
Frühverrentung und
Dauerarbeitslosigkeit entstehen. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen und
Hochrechnungen ist von einem volkswirtschaftlichen
Schaden in Höhe von ca. 30
Milliarden Mark pro Jahr auszugehen.
MOBBING – FOLGEN IN ZAHLEN UND FAKTEN
VERHALTENSVORSCHLÄGE; HILFSANGEBOTE; STRATEGIEN FÜR BETROFFENE:
UNSERE
FORDEFRUNGEN AN ARBEITGEBER UND
PERSONALVERANTWORTLICHE:
UNSERE
FORDERUNGEN AN POLITISCH-
UND SOZIAL VERANTWORTLICHE
AKTIV GEGEN MOBBING
Der 1994 gegründete Anti-Mobbing e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich in erster Linie zum Ziel gesetzt hat, Mobbing-Betroffene zu helfen und zu unterstützen.
Weitere Schwerpunktbereiche sind Bildungs- und Aufklärungsarbeit durch Schulungen, Vorträge, Seminare oder auch Diskussionsrunden.
Ebenso ist Öffentlichkeitsarbeit von besonderer Wichtigkeit; deshalb pflegen wir gute Kontakte zu den Medien.
Unsere Hilfe für Betroffene:
Wenn Sie etwas gegen MOBBING tun wollen, schließen Sie sich uns an und werden Sie Mitglied bei uns. Jede neue Mitgliedschaft stärkt unseren Verein und unser Anliegen gegen Psychoterror am Arbeitsplatz zu kämpfen. Ebenso sind wir für Spenden besonders dankbar. Spendenquittungen zur Vorlage beim Finanzamt sind bei uns erhältlich.
Unser ausführliches Info-Material fordern Sie bitte schriftlich an unter Beifügung von € 2,50 in Briefmarken. Die Mobbing-Studie (Auswertungszeitraum 1995 – 1997) mit Analysen, Statisken und Erfahrungswerten ist gegen einen zusätzlichen Kostenbeitrag von € 5,00 erhältlich.
Anforderungen siehe Kontaktadresse.