1121 - 1200 Stadtbrand und Wiederaufbau

Um 1121 wurde Münster durch den sächsischen Herrscher Lothar I. belagert, in dessen Folge ein Feuer ausbrach, das die komplette Zerstörung Münsters nach sich zog. Der Wiederaufbau geschah in kurzer Zeit und hielt das Stadtwachstum nur kurzzeitig auf. In der Händlersiedlung entwickelte sich der Prinzipalmarkt im Osten zur wichtigsten Handelsstätte Münsters.

Zu dieser Zeit kam es zu einem Streit zwischen den Domadligen und der Stadtbevölkerung, da durch das Wachstum der Händlersiedlung der Domgraben überbaut wurde und so die Sicherheit der Stadt gefährdet wurde. Der Streit wurde schließlich durch den Bischof friedlich beigelegt.

Um 1170 baute der Bischof von Münster seinen Wirtschaftshof auf den Bispinghof, der etwas außerhalb der Domburg lag, aus. Dort siedelte er etwa ein Dutzend seiner adligen Vasallen an und ließ zum Schutz einen vorgelagerten Wall und einen Graben errichten.

In der  Händlersiedlung, die sich nun weit in den Süden ausgebreitet hatte, wurden weitere Kirchen errichtet(St. Aegidii u. St. Ludgeri).

Zum Schutz der gesamten Stadt wurde mit dem Bau einer Stadtmauer mit Türmen und Toren um die gesamte Stadt begonnen, von der heute lediglich der Buddenturm erhalten ist. Außerdem entstand um diese Zeit der große Westbau des Doms. Um 1197 kam es dann zu einem erneuten Stadtbrand, bei dem wieder die gesamte Stadt niederbrannte. Wie schon nach dem ersten Stadtbrand wurde die Stadt schnell wieder aufgebaut, allerdings wurden einige der Holzhäuser durch modernere Steinhäuser ersetzt.

Trotz der neuen Stadtmauer blieb die Mauer um die Domburg erhalten. Sie behielt außerdem eigenständige Rechte, und war vom restlichen Münster fast gänzlich unabhängig.

Mit Fertigstellung der Stadtmauer um 1200 war Münster, mit etwa 100ha, neben Soest zu dieser Zeit die größte Stadt Westfalens.

1206 entwickelte sich dann aus dem schon seit langen gebräuchlichen Namen Monstre der hochdeutsche Name Münster den die Stadt bis heute trägt.

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