80-jähriger Krieg (Spanisch-Niederländischer Krieg)

Im 80-jährigen Krieg von 1568 bis 1648 erkämpften die Niederlande ihre Unabhängigkeit vom spanischen König.

1585 griff der Spanisch-Niederländische Krieg auf Westfalen über.

Es handelte sich nicht um einen fortwährenden Krieg, er bestand vielmehr aus vielen einzelnen Aufständen und Kämpfen, die sich über diesen langen Zeitraum erstreckten. So konnten durchaus immer wieder einige Jahre kampfrei vergehen.

Nachdem sich die spanischen Besatzungstruppen weitgehend durchsetzen konnten, wurde 1609 zunächst ein für 12 Jahre festgeschriebener Waffenstillstand ausgehandelt.

Durch die großen Unruhen in Mitteleuropa in Folge des 1618 ausgebrochenen 30-jährigen Krieges entflammten nach Ablauf des Waffenstillstandes erneut Kämpfe. Dieses Mal waren die Niederländer siegreich, da sie die spanische Flotte erbeuteten und mit dem Geld neue Truppen finanzieren konnten.

1648 beendete der Westfälische Frieden den Krieg mit dem Ergebnis, dass die Republik der Vereinigten Niederlande die Unabhängigkeit von Spanien erlangte.

Der Spanisch-Niederländische Krieg war kein reiner Religionskrieg (Spanien auf katholischer Seite, die Niederlande hingegen auf kalvinistischer), sondern vielmehr ein politischer Machtkampf. 

 

Der Friedensschluss und die Situation der Stadt Münster nach Ende des Kongresses (Spanisch-Niederländischer Friedensvertrag)

Beschwörung des Spanisch-Niederländischen Teilfriedens im Rathaus zu Münster Gemälde nach Gerard Ter Borch, Ende 17./Anfang 18.Jh.

Kurze Bilderläuterung

Das Gemälde Ter Borchs zeigt die nach der Ratifizierung des Spanisch-Niederländischen Friedensvertrages am 15.5.1648 erfolgte feierliche Beschwörung des Vertrages in der Ratskammer zu Münster, die danach die Bezeichnung Friedenssaal erhielt.

Der Maler Te Borch hat sich am linken Bildrand selbst dargestellt. In ein kostbares, graugrünlich schillerndes Gewand gekleidet blickt er über die Schulter hinweg auf den Betrachter.

In Osnabrück wurde der Frieden per Handschlag vereinbart. In Münster erfolgten die Besieglungen und Unterzeichnungen in den jeweiligen Gesandtschaftsquartieren.

Zu diesem Anlass ordnete der Rat Münster die Ausschmückung der Stadt an.

Es gab Feuerwerksaufführungen und weitere Aktionen, um die Bürger, insbesondere die Gesandten, zu unterhalten.

Nach außen änderte sich lange Zeit nichts, da in vielen Gegenden noch viele Jahre danach Kleinkriege herrschten. Im Rheinland z.B. bestand bis 1659 Kriegszustand.

Nach dem Kongress kehrte Münster schließlich zur Normalität zurück.

Das städtische Gemeinwesen wurde durch den Kongress nicht reicher, weil Lieferungen an Fremde zollfrei verliefen und die Gesandten oftmals einiges Personal beschäftigten, weshalb die üblichen Abgaben weitgehend entfielen.

Die Bürger gewannen durch den Kongress neues Selbstbewusstsein, da der Rat an einflussreiche Persönlichkeiten Schautaler und Medaillen vergab, um das Wohlwollen der Bürger für sich zu gewinnen.

 

 

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