Es liegt nicht an den Kindern,
den Normen der Schule zu entsprechen,
es ist Aufgabe der Schule
der Verschiedenheit der Kinder Rechnung zu tragen
Célestin Freinet (1896-1966)
Fordern und Fördern
| Enrichment | Förderung von Schlüsselkompetenzen | |
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| Akzeleration | Ausgleich von Leistungsdefiziten |
Schulzeitverkürzung
(Akzeleration)
Individuelles Überspringen
Die schon lange bestehende Möglichkeit, individuell auf der Basis von § 28 Abs. 2 ASchO eine Klasse zu überspringen, haben in früheren Jahren am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium nur gelegentlich einzelne Schülerinnen oder Schüler wahrgenommen. In diesem Bereich wurde vor dem Hintergrund der zunehmenden Diskussion um eine Förderung begabter Schülerinnen und Schüler die Beratungstätigkeit gegenüber Schülern und Eltern durch das Kollegium und die Schulleitung in den letzten Jahren intensiviert. Allerdings ist hier festzustellen, dass für viele Schülerinnen und Schüler (wie auch für deren Eltern) das Verlassen des Klassenverbandes ein wichtiger Grund gegen individuelles Überspringen ist.
Überspringen in Gruppen
Das Überspringen einer Klasse durch leistungsstarke Schüler/innen wird am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium seit dem Schuljahr 2000/01 systematisch in der Jahrgangsstufe 10 gefördert.
Durch gezielte Beratung und unterrichtsergänzende Fördermaßnahmen wird Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 die Möglichkeit gegeben, zur Mitte des Schuljahres von der Jahrgangsstufe 10/1 in die Jahrgangsstufe 11/2 zu wechseln.
Zwar ist grundsätzlich eine Vorversetzung auch in anderen Jahrgangsstufen möglich, erfahrungsgemäß möchten aber – wie bereits erwähnt - oft Schülerinnen und Schüler deswegen nicht vorversetzt werden, weil sie ihren Klassenverband nicht verlassen möchten. Mit der Vorversetzung von der Jahrgangsstufe 10/1 in die Jahrgangsstufe 11/2 verliert dieser Aspekt jedoch an Bedeutung, weil am Ende der Sekundarstufe I mit dem Eintritt in die Oberstufe die Klassenverbände ohnehin aufgelöst werden. Bei diesem Verfahren können die vorversetzten Schülerinnen und Schüler weiterhin noch die Jahrgangsstufe 11/2 nutzen, um neue Fächer in der Oberstufe zu erproben (z.B. Philosophie oder Erziehungswissenschaft), sich umfassend auf die Leistungskurswahlen zu Beginn der Jahrgangsstufe 12 vorzubereiten und ggf. den Lateinunterricht (ab Klasse 7) mit dem Latinum am Ende der Jahrgangsstufe 11 abzuschließen (Vorteile gegenüber einem Überspringen am Ende der Jahrgangsstufe 10). Mit der Vorversetzung entfällt allerdings die von vielen Schülerinnen und Schülern während der Jahrgangsstufe 11 genutzte Möglichkeit eines ½- oder ganzjährigen Auslandsaufenthaltes.
Das „Springen“ von der Jahrgangsstufe 10/1 in die Jahrgangsstufe 11/2 erfolgt ausschließlich freiwillig auf Antrag der Eltern. Über die Vorversetzung entscheidet die Versetzungskonferenz. Dabei gelten die folgenden in der Ausbildungsordnung für die Oberstufe (APOGOSt) festgelegten Voraussetzungen: Das Zeugnis des zuletzt besuchten Halbjahres muss in den Fächern Deutsch, Mathematik, in der ersten und zweiten Fremdsprache, in je einem Fach der Lernbereiche Gesellschaftslehre und Naturwissenschaften mindestens gute und in den übrigen Fächern überwiegend gute Leistungen ausweisen.
Im Einzelnen erfolgt die Förderung des „Springens“ leistungsstarker Schüler/innen von der Klasse 10/1 in die Jahrgangsstufe 11/2 nach folgendem Zeitplan:
September
Ausführliche Information der Eltern über die Möglichkeit des Springens im Rahmen der 1. Klassenpflegschaftssitzung für die Klassen 10 (Erste Vorinformationen erfolgen bereits auf den Pflegschaftssitzungen der Klassen 9, da hier bei Eltern und Schülerinnen/Schülern auch Planungen wegen eines möglichen Auslandsaufenthaltes einsetzen.)
Mitte Oktober
Konferenz der Klassenleitungen mit der Schulleitung: Feststellung der infrage kommenden Schüler/innen auf der Basis des Leistungsstandes auf dem Versetzungszeugnis 9/2 und der weiteren Leistungsentwicklung im 1. Quartal der Jahrgangsstufe 10.
Einladung von Eltern und Schülerinnen/Schülern zu Beratungsgesprächen durch Klassenlehrer, Oberstufenkoordinatorin und Schulleiter.
Ausführliche Beratung zum Kurssystem der gymnasialen Oberstufe.
Anfang Dezember
letzter Anmeldetermin interessierter Eltern bzw. Schüler/innen
Ende Januar
Entscheidung der Klassenkonferenz als Versetzungskonferenz über die Vorversetzung (vgl. § 28 (2) ASchO)
November bis Mai
Förderung von Schülerinnen und Schülern (in Kleingruppen) in den Kernfächern Deutsch, Mathematik, fortgeführte Fremdsprache und unter Umständen in weiteren Fächern (Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften) im Umfang von etwa 3 – 4 Wochenstunden. (Bis Ende Januar nehmen diese Schüler/innen weitgehend am planmäßigen Unterricht ihrer Klasse bzw. Jahrgangsstufe weiter teil, hospitieren teilweise aber auch schon im Unterricht der Jahrgangsstufe 11.)
Die bisherigen Erfahrungen am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium zeigen eine positive Resonanz und bestätigen eine gute Praktikabilität dieses Modells. Wenn man beachtet, dass gerade unter den leistungsstarken Schülerinnen und Schülern ein relativ hoher Anteil die Jahrgangsstufe 11 für einen Auslandsaufenthalt nutzt, kann man feststellen, dass das Angebot eine insgesamt gute Akzeptanz gefunden hat. Bei den Schülerinnen und Schülern, die sich gegen ein Springen entschieden, bestimmte unter anderem Unsicherheit bzgl. der Leistungsanforderungen und der eigenen Leistungsfähigkeit die Entscheidung, nicht zu springen. Die bisherigen Erfahrungen der „Springergruppe“ zeigen jedoch, dass diese Unsicherheiten für leistungsstarke Schüler/innen unbegründet sind.
Seit dem Schuljahr 2001/02 wird auch das Überspringen der 8. Klasse gefördert. Nach einer entsprechenden Information für interessierte Eltern von Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 Anfang Dezember wird zunächst im 2. Schulhalbjahr bis zu den Osterferien ein 3-stündiger Förderunterricht in Kleingruppen für Schülerinnen und Schüler angeboten, die sich grundsätzlich für die Möglichkeit des Springens interessierten. Schülerinnen und Schüler, die aufbauend auf den hier gewonnenen Erfahrungen interessiert sind, die Jahrgangsstufe 8 zu überspringen, hospitieren nach den Osterferien in einzelnen Fächern regelmäßig am Unterricht der Jahrgangsstufe 8 und erhalten zusätzlichen Förderunterricht in einzelnen Fächern. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen entscheiden sie dann zum Schuljahresende nach Beratung durch die Schule, ob sie nach dem Abschluss der Klasse 7 direkt in die Klasse 9 wechseln.
Ausweitung der schulischen Angebote
für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler (Enrichment)
Diese Angebote gehen über den Regelunterricht hinaus und wenden sich an interessiert und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler, die in Teilbereichen besonderen fachlichen Interessen nachgehen möchten.
Dazu gehören
selbstständiges Arbeiten
sowie weitere Fördermaßnahmen
Arbeitsgemeinschaften und Wettbewerbe
Ergänzend zum Unterrichtsangebot erfolgt eine Förderung begabter und leistungsstarker Schüler/innen am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium durch ein breites Angebot an Arbeitsgemeinschaften und durch eine systematische Unterstützung und Förderung der Teilnahme an Schülerwettbewerben auf Bundes-, Landes- und Regionalebene.
Die Arbeitsgemeinschaften beziehen sich auf den sprachlichen, den musisch-künstlerischen, den mathematisch-naturwissenschaftlichen sowie den sportlichen Bereich und werden altersspezifisch und auch jahrgangsübergreifend angeboten.
Schülerinnen und Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums nahmen sehr erfolgreich an zahlreichen Wettbewerben und Zusatzprüfungen teil, u.a.
· Bundeswettbewerb Fremdsprachen: Englisch
· Bundeswettbewerb Fremdsprachen: Französisch
· DELF- und DALF-Prüfungen
· Schülerwettbewerb zur politischen Bildung
· Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
· Planspiel Börse
· Bundeswettbewerb Mathematik
· Mathematik-Olympiade
· Bundeswettbewerb Physik
· Bundeswettbewerb Informatik
· zahlreiche Mal- und Zeichenwettbewerbe
· zahlreiche Sport-Wettbewerbe u.a.
Außerdem erfolgt eine systematische Empfehlung von Schülern/Schülerinnen zur Teilnahme an den Schülerakademien des Vereins Bildung und Begabung.
Erweiterungsprojekte Mathematik
Für
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7, die sich im
Mathematikunterricht als besonders leistungsfähig erwiesen haben, werden seit
einigen Jahren Erweiterungsprojekte Mathematik
angeboten. Ziel dieser Projekte ist es, mathematisch begabte Schülerinnen und
Schüler in besonderem Maße herauszufordern, indem sie sich mit mathematischen
Fragestellungen auseinandersetzen mussten, die deutlich höhere Anforderungen
als die Unterrichtsinhalte in diesen Klassen beinhalten, die Inhalte der höheren
Klassen jedoch nicht vorwegnehmen. Dabei wird auch eine Teilnahme an
Mathematik-Wettbewerben gefördert.
Die Schülerinnen und Schüler sollten damit motiviert, ihre mathematischen Fähigkeiten stärker gefordert und somit ihre Gesamtentwicklung gefördert werden.
Das Erweiterungsprojekt Mathematik wird jeweils wöchentlich einstündig parallel zum Regelunterricht angeboten. Die Teilnahme der Schüler/innen erfolgt auf Vorschlag der Mathematik- und Klassenlehrer bei Einverständnis der Eltern. Den versäumten Unterrichtsstoff arbeiten die Schülerinnen und Schüler eigenständig nach; Termine von Klassenarbeiten etc. werden eingehalten. Etwa zehn Schüler/innen (von etwa 120 Schüler/innen) pro Jahrgangsstufe nehmen an diesem Projekt teil. Eine Rückkehr in den Regelunterricht ist für die Schüler/innen jederzeit möglich.
Die Erfahrungen mit diesen Projekten zeigen, dass die hiermit verbundenen, deutlich über den traditionellen Mathematikunterricht hinausgehenden Anforderungen die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise motivieren und helfen, das Begabungsprofil weiterzuentwickeln.
Projektarbeit parallel zum Unterricht in der gymnasialen Oberstufe
Zur Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern der Oberstufe
hat die Schulkonferenz des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums beschlossen,
leistungsstarken Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 die Möglichkeit
zu geben, durch zusätzliche Arbeit an einem Projekt eigenständig Fähigkeiten
und Interessen zu erproben und fördern. Sie werden hierzu vom regulären
Unterricht im Umfang von 2 - 4 Wochenstunden freigestellt, d.h. von Teilen des
Unterrichts eines Faches bzw. zweier Fächer (Leistungs- und/oder Grundkurse)
befreit. Die ausfallenden Unterrichtsinhalte müssen eigenständig
nachgearbeitet werden (sogenanntes Drehtürmodell).
Die Schüler/innen können sich selbst zur Teilnahme am Programm melden, sie können aber auch von einem Gremium betreuender Lehrer/innen ( s. u.) vorgeschlagen und angesprochen werden. Über die endgültige Aufnahme in das Programm entscheidet ein Projektbetreuergremium in Absprache mit den von der Unterrichtsfreistellung betroffenen Fachlehrer/innen.
Der Zeitrahmen für die Arbeit am Projekt erstreckt sich in der Regel je nach Umfang der Arbeit über ein bis zwei Quartale des Schuljahres.
Die Schülerinnen und Schüler wählen sich das Projektthema selbst. Das Projekt kann, muss aber nicht zwingend inhaltlich an das Fach /die Fächer anknüpfen, die vom Unterricht freistellen. Den Schüler/innen wird ein Projektbetreuer/in zugeteilt, der die erste Projektkonzeption mit ihnen berät, das Thema eventuell eingrenzt und eine endgültige Themenformulierung und Konzeption mit den Schülern/innen abspricht. Die Projektarbeit kann auch den Besuch und die Ausarbeitung von Vorlesungen und Seminaren an der Universität beinhalten.
Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen in geeigneter Form (Referat, Ausstellung, Internetpräsentation ...) der Schulöffentlichkeit präsentiert werden. Auf dem Zeugnis wird die Projektarbeit vermerkt. Die Schüler/innen können die Teilnahme am Projekt nach Rücksprache und Beratung mit den Projektbetreuern/innen jederzeit abbrechen.
Ein Gremium von vier Projektbetreuern, die alle drei Aufgabenfelder repräsentieren, berät die teilnehmenden Schüler/innen vor und während der Projektphase. Sie beurteilen den Fortschritt der Projekte und kontrollieren die einzelnen Arbeitstagebücher, in denen jeweils der Arbeitsablauf grob skizziert wird, die aber auch eine Übersicht über die freigestellten Stunden enthalten. Der/die Fachlehrer/in des Faches, für das die Freistellung erfolgt, kontrolliert im Rahmen der schriftlichen Arbeiten und der sonstigen Mitarbeit das erfolgreiche Nacharbeiten des Unterrichtsstoffes.
Eine Sonderform dieses Projektes ist die so genannte "Junior-Universität". Seit dem Wintersemester 2002/03 besteht mit Unterstützung des Leiters der Zentrale Koordination Lehrerausbildung für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 die Möglichkeit, Vorlesungen und Übungen der Universität auch während der Unterrichtszeit zu besuchen. Teilnahmevoraussetzungen und Ablauf entsprechen der Projektarbeit parallel zum Unterricht.
Weitere
Fördermaßnahmen für leistungsstarke und begabte Schülerinnen und Schüler
Im 2. Schulhalbjahr 2003/04 nimmt das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium an einem vom Ministerium für Schule, Jugend und Kinder unterstützten Modellversuch teil, dessen Ziel es ist, Kinder mit besonderen Begabungen bei der Entwicklung ihrer Lernkompetenz zu unterstützen. Die Kinder sollen in ihren Interessensgebieten herausgefordert und angeleitet werden, Formen selbstständigen Arbeitens und der Selbststeuerung aufzubauen. Sie sollen darin unterstützt werden, Zeitmanagement zu erfahren und Ausdauer bei Lernvorhaben zu entwickeln. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet vom Internationalen Centrum für Begabungsforschung Münster.
Als Erweiterung des schulischen Bildungsangebotes für leistungsstarke Schüler/innen ist auch die systematische Förderung von Auslandsaufenthalten für Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 11 zu werten. Die Schule unterstützt und vermittelt Aufenthalte an ausländischen Schulen (Frankreich, England, Australien, USA, Japan) und hat diesbezüglich zu einigen Schulen dauerhafte Austauschkontakte aufgebaut. Diese Angebote sowie grundsätzlich die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes in der Jahrgangsstufe 11 (Dauer 3 Monate bis 1 Jahr) werden von vielen Schülerinnen und Schülern genutzt.
In Einzelfällen erlernen Schülerinnen und Schüler auch gleichzeitig die 2. und 3. Fremdsprache durch Teilnahme am Regelunterricht der 2. Fremdsprache ab Klasse 7 sowie vorgezogene Teilnahme am Unterricht in der 3. Fremdsprache im Differenzierungsbereich ab Klasse 9. Überlegungen bzgl. eines systematischen Angebotes zum Erlernen der 2. und 3. Fremdsprache bzw. der Nutzung von zwei Angeboten im Differenzierungsbereich erfolgen zur Zeit.
Weiterbildung von Lehrkräften zum Thema Begabungsförderung
Am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe „Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern“ systematisch mit dieser Thematik und entwickelt entsprechende Konzepte zur Begabungsförderung. Wiederholt nahmen Kolleginnen und Kollegen an Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen zum Thema „Begabungsförderung“ teil. Im Rahmen eines Netzwerkes Begabungsförderung arbeitet die Schule mit sechs weiteren Gymnasien aus dem Regierungsbezirk Münster zusammen, die ebenfalls Förderkonzepte für besonders leistungsfähige und begabte Schülerinnen und Schüler entwickeln. Zwei Kolleginnen haben den Ausbildungsgang zum ECHA-Diplom an der Universität Münster absolviert. Neben einer Zusammenarbeit mit der Universität erfolgt in Einzelfällen auch eine Zusammenarbeit/Beratung mit anderen Institutionen wie z.B. der Schulpsychologischen Beratungsstelle, Esca Mentis u.a.
Einbindung in ein umfassenderes Konzept zur Förderung von Schülerinnen und Schülern
Die Förderung von begabten und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium wird ergänzt durch ein Konzept systematischer Methodenschulung in den Sekundarstufen I und II sowie durch ein Konzept der Betreuung von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I (insbesondere der Klassen 5 – 7) im Anschluss an den Unterricht.
Förderung der Schülerinnen und Schüler
im
Hinblick auf so genannte Schlüsselkompetenzen
Dieser Förderbereich umfasst schulische Angebote und deren Weiterentwicklung zur Förderung von sozialer Kompetenz, von Methodenkompetenz, von Medienkompetenz und von Kompetenz zur eigenverantwortlichen Zukunftsgestaltung. Die Weiterentwicklung bestehender Angebote ist ein zentraler Entwicklungsbereich der Teilnahme des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums am Projekt "Selbstständige Schule".
Förderung sozialer Kompetenz
Eine Reihe von Einzelmaßnahmen, die wir bisher schon sehr erfolgreich am Annette-Gymnasium durchführen, werden zur Zeit zu einem Gesamtkonzept zusammengestellt, entsprechend unserem Entwickungsvorhaben im Rahmen der „Selbstständigen Schule“.
Bereits institutionalisierte Bausteine sind:
„Freunde“-Programm für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 zur Stärkung der sozialen Kompetenz und zum Abbau von Schulangst und Stress, durchgeführt von Experten des Psychologischen Instituts der WWU
Bausteine zur Förderung von Teamfähigkeit, Konfliktbewältigung und Ich-Stärke integriert in den Fachunterricht der Klassen 5 und 6 (Lions-Quest-Programm "Erwachsen werden")
Selbstbehauptungskurse für Jungen und Mädchen der Klassen 6
Projekttage zur Förderung der Klassen- und Schulgemeinschaft in Klasse 8 (abhängig vom Beschluss der jeweiligen Klassenpflegschaft)
„Schnupperkurs“ im sog. Managementtraining, in Jahrgangsstufe 12 eingebettet in die Vorbereitung des berufsorientierenden Praktikums
In Planung sind für die Unter- und Mittelstufe die Einrichtung des Streitschlichter–Modells, für die Oberstufe Angebote im Bereich der Förderung von Kommunikation und Rhetorik.
Förderung des selbstständigen Arbeitens und der Methodenkompetenz
Auch in diesem Bereich befindet sich die Schule im Entwicklungsprozess. Folgende Schwerpunkte bestehen bereits:
Methodische Anleitung und Schulung selbständigen Arbeitens im Fachunterricht der Klassen 5 und 6 durch das schuleigene Programm „Lernen lernen“
Hausaufgabenbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 – 7 im Rahmen der Übermittagsbetreuung der Schule, durchgeführt unter Anleitung von Studierenden und Oberstufenschülern/innen
Methodenkurse in der Oberstufe in sog. Methoden–Workshops; zusätzlich für Interessenten Einführungskurse in die Benutzung der Universitätsbücherei
Kurz vor dem Abschluss steht die Entwicklung des schuleigenen Konzeptes zur Förderung der methodischen Schulung in den Klassen 7 – 10, das das Gelernte aus der Unterstufe aufgreift, vertieft und weiterführt.
Förderung von Medienkompetenz
Die Förderung der Medienkompetenz ist integraler Bestandteil jeden Fachunterrichts. Dabei gehört die Informationsbeschaffung über das Internet und deren kritische Reflektion inzwischen zum Alltag in der Schule. Ebenfalls integraler Bestandteil des Unterrichts im Fach Deutsch und den Gesellschaftswissenschaften sind Projekte zur Fernseh-/Filmanalyse und zur Zeitungs-/Zeitschriftenanalyse.
Die AG zur digitalen Bildbearbeitung gehört seit mehreren Jahren zum Angebot der Schule, um besonders auch Mädchen den Zugang zum Medium Computer zu erleichtern.
Geplant ist im Rahmen des Projektes „Selbstständige Schule“ eine engere Zusammenarbeit mit Dozenten und Studenten des neuen Studienganges „Medienpädagogik“ im Fachbereich Erziehungswissenschaft der WWU. Hier sollen ebenfalls spezielle Förderprogramme für Mädchen stattfinden; erste Kontakte sind bereits geknüpft.
Geplant ist weiter systematischer als bisher die Durchführung von umfassenden Computerkursen (Textverarbeitung und Tabellenkalkulation) für Jungen und Mädchen getrennt.
Förderung von Kompetenz zur eigenverantwortlichen Zukunftsgestaltung
u.a.
Informationen und Maßnahmen zur Berufsorientierung sowie des berufswahlorientierten Praktikums in der Jahrgangsstufe 12
Trainingsprogramm zur Bewerbung bzw. zum „Managementtraining“
Projekt "Meisterwerker: Fit für Wirtschaft und Uni": In einem Kurs, der an mindestens vier Wochenenden stattfindet, befassen die Schülerinnen und Schüler sich unter anderem mit den Themen strategische Persönlichkeitsentwicklung, Rhetorik, Teamarbeit und Bewerbertraining.
Förderkurse zum Ausgleich von Leistungsdefiziten
Dieser Bereich soll einer der Schwerpunkte im Entwicklungsvorhaben „Selbstständige Schule“ sein. Geplant sind ein Ausbau der fachbezogenen Förderkurse ab Klasse 8, vor allem aber die Entwicklung eines Konzeptes auch zur Förderung von Kindern mit Konzentrationsschwächen oder Problemen im Bereich der Arbeitsorganisation. Konzeptionelle Vorüberlegungen finden diesbezüglich gegenwärtig in Zusammenarbeit mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster statt. Angedacht ist, die Förderung im Rahmen einer gesonderten Hausaufgabenbetreuung von geschulten Fachleuten durchführen zu lassen.
Bisher erfolgreich und regelmäßig durchgeführt werden:
Hausaufgabenbetreuung für Schüler/innen der Klassen 5 – 7 (s. d.)
Förderkurse in Deutsch in der Unterstufe
Förderkurse in Mathematik (Klasse 8)
Förderkurse in Englisch (Klasse 9)
Zielsetzung dieser Förderkurse ist es, den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern eine zeitlich begrenzte Hilfe zur Behebung von Lerndefiziten zu geben. Auch für weitere Fächer sollen entsprechende Angebote geschaffen werden.
Angleichkurse in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik in der Jahrgangsstufe 11 für Schülerinnen und Schüler, die nach erfolgreichem Abschluss der Realschule in die gymnasiale Oberstufe wechseln.