Auf den Spuren der Profis

Wahlforscher des Annette-Gymnasiums präsentieren ihre Prognose im Foyer der Schule

Das Kompliment kam aus berufenem Munde - vom Direx höchstpersönlich. „Ihnen sind fantastische Ergebnisse gelungen”, freute sich Dr. Arnold Hermans, Leiter des Annette Gymnasiums, über die genauen Prognosen seiner Schützlinge, „ich bin richtig stolz auf Sie.”

Den Glückwunsch des Chefs nahmen die Pennäler gestern gern entgegen, durften sie sich doch zu Recht geehrt fühlen: Bei der vom Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Münster unter der Regie von Prof. Dr. Wolfgang Sander betreuten Erhebung „Kommunalwahl 2004” hatten die Zehner, Elfer und Zwölfer mit den Vorab-Resultaten voll ins Schwarze getroffen. So sagten sie zum einen den Verlust der absoluten CDU-Ratsmehrheit, zum anderen die Stichwahl für OB Dr. Berthold Tillmann treffsicher voraus.

Inzwischen schmückt eine Ausstellung zu dem Umfrage-Projekt das Foyer des Bildungshauses - immerhin waren 450 von den insgesamt weit über 900 Antworten in dieser Schule zusammen getragen worden.

Nun gibt's die Grafiken, Zeitungsartikel, Fotos sowie Anekdoten auf einen Blick - mit Hilfe von Schautafeln übersichtlich präsentiert.

 

asquariello, 17, beispielsweise machten keinen Hehl daraus, dass sie während der vergangenen Tage „allerhand über Politik, über Parteien, über das wirkliche Leben in der Stadt” gelernt hätten.

„Es waren aufregende Unterrichtswochen“, meinte das Trio unisono, „zu dem Kick trugen auch jene Rollenspiele bei, in denen geprobt wurde, wie wir auf Leute reagieren müssen,, die uns Aussagen schuldig bleiben.”

Für die beteiligten Fachlehrer bescheinigte Cornelius Dworzynski den Jugendlichen im Umgang mit „qualitativ hochwertigem Datenmaterial” professionelles Auftreten. „Jeder hat sich intensiv mit der Materie auseinander gesetzt, darüber hinaus viel Zeit investiert“, lobte der Pädagoge das Engagement der Nachwuchs-Demoskopen.

Und noch etwas mochte Dworzynski nicht verschweigen: „Wie gut wir am Ende mit den tatsächlichen Zahlen übereinstimmten, das hat uns selbst überrascht.”

MZ, 01.10.2004

 

zurück