20 Jahre unermüdlicher Einsatz für Unicef

Annette-Gymnasium: Rainer Schwabe geehrt / Weihnachtskarten-Aktion bringt 11 441 Euro

„Das ist einer der schönsten Tage in meiner Schullaufbahn!” Je mehr Rainer Schwabe strahlte, desto mehr versteckte er seine Rührung dahinter: Die Mädchen und Jungen der Unterstufe des Annette-Gymnasiums klatschten, jubelten und brüllten in der Aula für ihren Unicef-Verbindungslehrer!

Nicht ohne Grund. Denn an der engen Freundschaft zwischen Schule und der Unicef-Arbeitsgruppe Münster, die bereits seit 1958 besteht, hat er seit nun genau 20 Jahren erheblichen Anteil. Und so konnte er gestern eine Urkunde und einen persönlichen Brief des Geschäftsführers von Unicef Deutschland, Dr. Dietrich Garlichs, aus der Hand von Edith Moldrickx und Margret Wiese, den Leiterinnen der münsterschen Gruppe, entgegennehmen.

„Dank für 20 Jahre vorbildlichen Einsatz” steht da in nüchternen Worten. Was dahinter steckt, erläuterten Edith Moldrickx und Ulrike Höfermann aus dem Unicef-Büro den gespannt wartenden Schülern gern, konnten sie doch gleichzeitig mit der Ehrung für den unermüdlichen Lehrer auch das Ergebnis der Weihnachtskarten-Verkaufsaktion 2005 bekannt geben: 11 441 Euro kamen zusammen - wieder ein Grund für unbändigen Jubel der fleißigen jungen Verkäufer.

Dass eine so intensive und zuverlässige Zusammenarbeit zustande gekommen ist, hängt natürlich vor allem mit dem überzeugten Engagement Einzelner zusammen. In zwei Jahren - vermutlich mit einem gemeinsamen Sommerfest - soll die 50-jährige Verbindung gefeiert werden.

Allein von 1995 bis 2005 verkauften Annette-Schüler Grußkarten im Wert von rund 90000 Euro. Doch der Einsatz für Unicef, von der ehemaligen Annette-Pädagogin Marianne van de Kamp mitbegründet und seit nun zwei Jahrzehnten in der Hand von Rainer Schwabe, hat längst ganz andere Dimensionen angenommen: Ob das ein Sponsorenlauf für die Tsunami-Opfer mit rund 13000 Euro Spendenergebnis ist, Schuhputz-, Konzert- oder Informations-Aktionen - das Welt-Kinderhilfswerk ist hier fest verankert im Bewusstsein von Schülern, Kollegium und Elternschaft. Und wenn jüngere oder ältere Frauen an die Grußkartenstände kommen und von eigenen Verkaufsaktionen erzählen „sind das immer ehemalige Annette-Schülerinnen!”, so Edith Moldrickx. Das freute natürlich auch Schulleiter Dr. Arnold Hermans sehr.

Münstersche Zeitung, 09.02.2006

 

 

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