Wenn Siebtklässler wieder in die Grundschule gehen

Gymnasiasten sind in Technik-AG Vorbilder

 

Fabian betätigt die kleine Luftpumpe. Kurze Zeit später leuchtet die Glühlampe. Das Wasserwerk erzeugt Energie. Experiment geglückt. Wie es funktioniert? Für Fabian eine klare Angelegenheit. Der Viertklässler der Martin-Luther-Schule erklärt, worum es bei der Energieerzeugung mit dem Wasserwerk geht. Gelernt hat er das der Technik-Arbeitsgemeinschaft (AG) nicht nur an seinen Lehrern. Lennart und Jens, zwei Schüler aus der siebten Klasse des Annette-Gymnasiums, haben den Versuch mit ihm durchgeführt.

"Das macht man nicht so häufig mit Älteren", sagt Fabian und freut sich über die Hilfe. Auch Lennart und Jens finden, dass der Besuch in der Grundschule nicht nur was für „kleine Kinder" ist. Manchmal ist auch uns noch nicht so klar, wie alles funktioniert", sagt Lennart.

Von der Zusammenarbeit profitieren also beide Seiten. Und zwar auch auf Schulleiter-Ebene. „Wir wollen den naturwissenschaftlich-technischen Bereich fördern", sagte gestern Dr. Arnold Hermans, Leiter des Annette-Gymnasims, bei einem Besuch in der AG. Und Karin Schultze‑Rhonhof, seine Kollegin von der Martin-Luther-Schule, pflichtet ihm bei.

Auf der Schüler-Ebene könnten die Viertklässler bereits vor dem Abschied von der Grundschule erste Kontakte zu Jungen und Mädchen der weiterführenden Schule knüpfen, „während die Siebtklässler die Aufgabe der Vorbilder übernehmen", nannte Dr. Carsten Penz, Mathe-, Physik- und Chemielehrer am Annette-Gymnasium, weitere positive „Nebeneffekte" des Projekts, an dem seine Schüler gestern zum zweiten Mal teilnahmen.

Die Technik-AG für die Schüler der Martin-LutherSchule besteht dagegen schon seit zwei Jahren - aufgebaut von Lehramts-Studentin Caroline Hahne. Nun geht die Kooperation mit dem Gymnasium bis zum Ende des Schuljahres einmal in der Woche weiter. Die Kinder setzen sich an mehreren Stationen mit den verschiedenen Technik-Themen auseinander. „Dabei arbeiten sie sehr selbstständig", sagt Hahne. Und das solle an weiterführenden Schulen nicht verloren gehen. Bei Fabian, Lennart, Jens und ihren AG-Kollegen ist das sicher nicht der Fall.

Münstersche Zeitung, 15.11.2007

 

 

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