Studienfahrten 2005

 

Vom 3. - 11. September fanden die diesjährigen Studienfahrten der Leistungskurse der Jahrgangsstufe 13 statt. Es folgen einige Berichte.

Studienfahrt der Leistungskurse Kunst und Biologie nach Sorrent

Studienfahrt des Leistungskurses Englisch nach Malta

Studienfahrt des Leistungskurses Erdkunde nach Wien

Studienfahrt des Leistungskurse Deutsch nach Prag

Studienfahrt des Leistungskurses Spanisch nach Spanien

 

Studienfahrt der Leistungskurse Biologie und Kunst nach Sorrent

vom 03.-11. September 2005 mit Frau Mette-Michels, Herrn Feldermann und Herrn Ansorge

Am Abend des 03.09.2005 trafen wir uns am Aegidiimarkt, um uns auf die lange Fahrt nach Sorrent in Italien zu machen. Da wir über 24 Stunden unterwegs sein würden, waren wir alle mit Kissen, Decken und ausreichend Essen ausgestattet. Trotz dieser mehr oder weniger perfekten Versorgung waren wir alle froh, als wir am Sonntag Abend endlich im Feriendorf „Santa Fortunata" ankamen, und unsere 4er-Bungalows (die meisten sogar mit Blick aufs Meer) zugewiesen bekamen.

Nach einem mehr oder weniger erholsamen Schlaf freuten wir uns alle auf einen ruhigen Tag am Strand. Nachdem wir mehrere Stunden die Unterwasserwelt erkundet hatten, ging es in den nahe gelegenen Ort Sorrent, wo uns eine Stadtführung durch Mitschülerinnen erwartete.

Für den nächsten Tag war ein Ausflug nach Capri geplant. Nachdem auch die letzten nach mehrfacher telefonischer Aufforderung das Boot endlich erreichten, konnten wir bei strahlendem Wetter ablegen. Wir verließen das Boot an einem total überfüllten Strand, an dem es leider kaum Schatten gab. So verbrachten wir die meiste Zeit schnorchelnd im Wasser, um uns vor einem Sonnenstich zu schützen (was leider nicht allen gelang). Einige besonders Aktive wagten sich jedoch trotz der Hitze ins ca. 30 Minuten entfernte Städtchen Capri.

Nachdem sich alle wieder am Strand eingefunden hatten, traten wir die Rückfahrt zu unseren Bungalows an und waren froh, endlich wieder Schatten vorzufinden.

Am Mittwoch trafen wir uns früh zum gemeinsamen Frühstück, da der Tag mit einer Fahrt nach Pompeji und zum Vesuv bis auf die letzte Minute verplant war. Einige Schüler hatten sich bereits zu Hause mit dem Schicksal der Stadt Pompeji befasst und führten uns nun durch die imposanten Ruinen.

Anschließend brachte uns unser Busfahrer unter Einsatz seines und unseren Lebens den Vesuv hoch. Erklärend sollte hierbei erwähnt werden, dass die Straße dort hinauf einspurig und sehr kurvenreich verlief, wobei uns etwa alle 100 Meter ein Bus entgegenkam, was jedes Mal zahlreiche Angstschreie hervorrief. Oben angekommen, stand uns ein 20-minütiger Fußmarsch bevor, bis wir endlich den Krater bewundern konnten. Entgegen unserer Erwartung konnte man jedoch nur eine Stein“kuhle“ sehen, aus der kaum sichtbar nach Schwefel riechender Rauch aufstieg. Die Stille auf dem Vulkan und die Aussicht waren jedoch etwas Besonderes.

Der Donnerstag begann mit einer unerwartet langen Busfahrt in die rund 45 km entfernte Stadt Neapel. Aufgrund der italienischen Verkehrsverhältnisse benötigten wir knapp zwei Stunden, bis wir die ,,Stazione Zoologica Anton Dohrn" erreichten, eine von einem deutschen Meeresbiologen gegründete internationale Forschungsanstalt. Während der Kunstkurs zusammen mit Herrn  Feldermann die Altstadt besichtigte, wurde dem Biologiekurs die Arbeit des Instituts erklärt. Anschließend trafen sich alle Interessierten zu einem Rundgang durch das Archäologische Museum Neapels.

Nachdem wir die drei Stunden Rückfahrt mit viel Gehupe hinter uns gebracht hatten, war es leider schon wieder Zeit, die Koffer zu packen.

Die Heimfahrt brachten wir in zwei Etappen mit einem Zwischenstop in Verona hinter uns. Wir kamen erst sehr spät dort an, sodass eine Besichtigung der Stadt leider knapp ausfallen musste. Stattdessen wurden die Pizzerien der Umgebung ausführlich getestet. Am nächsten Morgen verließen wir die Jugendherberge, die sich in einer wunderschönen alten Villa befand, um die letzten 1.100 km, die uns noch von Münster trennten, in Angriff zu nehmen. Erschöpft, aber glücklich erreichten wir Münster am späten Samstagabend.

 Anne Stratmann, Marie-Sophie Bönninger, Jgst. 13

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Studienfahrt des LK Englisch nach Malta

Traditionell geht die Studienfahrt des Englisch-Leistungskurses in ein englischsprachiges Land. Da London sich nicht als gewünschtes Reiseziel erwies, worüber wir später froh waren, denn wir hatten ja kurz vor den Sommerferien eine 2-tägige Reise nach London gewonnen, wurde Malta als unser Studienfahrtziel erklärt.

Es sollte eine 6-tägige Fahrt werden, mit vier vollen Tagen vor Ort. Neben Frau Azike als Kurslehrerin  sollte Herr Streyl als weitere Aufsichtsperson unsere 18-köpfige Truppe begleiten. Viele Programmpunkte wurden schon in Deutschland vorbereitet, u. a. auch die Referate über Malta.

Am Sonntagmorgen ging es mit dem Zug nach Düsseldorf und von dort aus weiter mit Air Malta auf die kleine Insel südwestlich von Italien. Nach einer Busfahrt quer über die Insel kamen wir endlich in unserem komfortablen Hotel an. Nachdem wir unsere Zimmer erkundet hatten, genossen wir den Rest des Tages auf der Dachterrasse des Hotels und am Felsstrand unseres Ortes Bugiba.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus in die Hauptstadt Valetta. Dort haben wir eine von Schülern vorbereitete Stadtführung durchgeführt. Valetta ist eine im 16. Jahrhundert errichtete Stadt mit einer mächtigen Stadtmauer und wunderschönen Gartenanlagen. Später am Nachmittag sind wir Schnorcheln gewesen und ließen dann den Tag auf der Dachterrasse ausklingen.

Am darauf folgenden Tag nutzen wir wieder die öffentlichen Verkehrsmittel und besichtigten die alte Hauptstadt. Mdina wurde im 2. Jahrtausend vor Christus besiedelt und ist somit sehr klein und eng gebaut. Den Nachmittag verbrachten wir an einem der wenigen Sandstrände, die Malta zu bieten hat.

 Am Mittwoch sollte es dann eine Fahrt zur „Blauen Grotte“ geben. Nach einer zweistündigen Busfahrt mussten wir allerdings feststellen, dass die See an dem Tag zu rau war und somit kein Boot zur „Blauen Grotte“ fuhr. Also teilten wir uns in verschiedene Gruppen auf: die eine Gruppe ging wandern, diejenigen, denen es zu heiß war (40 Grad), entschieden sich, noch eine Weile die „Blaue Grotte“, so gut es ging, von den Felsen aus anzusehen und wieder andere unternahmen einen erneuten Ausflug nach Valetta.

Am letzten Tag kam dann das Highlight: eine Speedboattour zur blauen Lagune auf Comino. Das ist eine winzige Insel nordwestlich von Malta, ca. eine halbe Bootsstunde entfernt. Dort verbrachten wir den ganzen Tag, besichtigten die Insel, schauten uns die Unterwasserwelt an und genossen die Sonne. Obwohl wir am Ende des Tages fast alle einen Sonnenbrand oder Sonnenstich hatten, war das der schönste Tag und somit die Krönung unserer Studienfahrt.

Am Freitagmorgen um halb sechs schlichen wir dann halb verbrannt zum Flughafen und erholten uns allmählich von unserem Sonnenstich.

Doch weder Sonnenbrand noch Sonnenstich noch Bisse von Feuerquallen haben uns die Fahrt verdorben. Es war von vorne bis hinten eine gelungene, interessante und lustige Fahrt die wir alle gerne mit Frau Azike und Herrn Streyl wiederholen würden.

Anne Laakmann, Jgst. 13

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Kursfahrt des Erdkunde-LKs nach Wien

 

Am 05.09.2005 begann die fünftägige Studienreise des Erkunde-LKs nach Wien. Begleitet wurde der Kurs von Frau Fischedick und Herrn Dr. Beck.

Direkt nach der Ankunft am Flughafen fuhren wir zu unserer Jugendherberge in der Myrthengasse, um dort unsere Taschen und Koffer unterzubringen. Danach machten wir uns sofort auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Auf dem Programm standen die Votivkirche, der Stephansdom und eine zweistündige Stadtführung, in der uns alles, von der Oper bis zu alten Innenhöfen mit mehrstöckigen Pergolagängen, gezeigt wurde. Nach diesem kulturerfüllten Tag traf sich die Gruppe in der Kneipe direkt unter unserer Jugendherberge , um die hiesige Kneipenkultur zu erkunden.

Am Dienstag zog dann die etwas verschlafene Gruppe, nach einer viel zu kurzen Nacht , in Richtung Schloss Schönbrunn. Durch das riesige Schloss, dem berühmten Wohnsitz der Wiener Kaiserfamilie, machten wir eine Führung mit Audio-Guide-Geräten. Leider konnten wir unsere Aufmerksamkeit nur stellenweise den prunkvollen Wohn- und Arbeitsräumen des Schlosses schenken, da die Reiseführer japanischer Reisegruppen ihren Zuhörern ebenfalls alles erzählen wollten, was sie wussten. Dies taten sie nur leider mit sehr großer Lautstärke.

Abends trafen wir uns dann, um gemeinsam in der Wiener Staatsoper Mozarts "Zauberflöte" anzusehen.

Am Mittwoch besuchten wir die Uno-City. Hier betraten wir internationalen Boden und verließen kurzeitig Wien, damit auch Österreich. Die Führung klärte uns über die Bedeutung der Uno, ihre Aufgaben und ihre Funktionen auf.

Nachmittags stand für die ganze Gruppe ein Museumsbesuch auf dem Plan, wobei uns freigestellt war, welches Museum wir besuchen wollten. Empfehlen können wir das Technische Museum sowie das Pathologische. Direkt im Anschluss an den Museumsbesuch stand eine Fahrt im Prater mit dem berühmten Riesenrad auf dem Plan. Nach dieser Wien-von-oben-Fahrt konnten wir Frau Fischedick und Herrn Beck zu einer gemeinsamen Autoscooterfahrt überreden, wobei unsere beiden Begleiter die beliebtesten Opfer waren.

Der Donnerstagmorgen war mit einer Donauauenfahrt und Führung durch die Donauauen verplant. Mücken waren hierbei im Preis inbegriffen. Nachmittags besuchten wir die spanische Hofreitschule. Hier bekamen wir die berühmten Lipizzaner Hengste zu Gesicht. Um den Tag abzurunden, gingen wir abends alle gemeinsam zum Schnitzelwirt ,um dort Wiener Schnitzel zu schlemmen. Danach zogen wir in den 7-Sterne-Bräu Biergarten, um den Tag "stilvoll" ausklingen zu lassen.

Der Freitag bildete den Abschluss der Studienfahrt mit einer Führung durch die Katakomben des Stephansdoms. In Begleitung eines Fremdenführers erkundeten wir den Stephansdom und -platz unterirdisch.

Gegen Abend trafen wir uns nach freier Nachmittagsgestaltung, um den Rückflug nach Münster anzutreten.

Abschließend wollen wir uns bei Frau Fischedick und Herrn Dr. Beck recht herzlich bedanken.

 

Teresa Becker und Sebastian Schmidt

 

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Studienfahrt nach Prag vom 4. – 9. September 2005

Am Sonntagmorgen, den 4. September 2005, trafen wir, die zwei Deutsch-Lks von Frau Achenbach und Frau Wagner, uns mit unseren „Aufpassern“ (wie sie sich später selbst benennen sollten) Frau Achenbach, Herrn Draeger (als unser persönlicher Prag-Spezialist), Herrn Buchholz und Frau Terhorst-Schweifel, mehr oder minder ausgeschlafen, um 7.45 Uhr am Aegidiimarkt.

Mit froher Erwartung sahen wir einer zwölfstündigen Busfahrt entgegen, doch unser überaus freundlicher, zuvorkommender, aufgeschlossener Busfahrer „Werner“ gab uns durch schroffe  Anweisungen genügend Gesprächsstoff um die Fahrt zu überstehen. Den Rest der Zeit verbrachten wir ausschlafend oder „den Prozess“ lesend.

Nach der Ausweiskontrolle an der tschechischen Grenze entschloss sich unser Busfahrer, wohl um die Autobahngebühren zu sparen (oder um uns nicht um den Genuss einer Fahrt durch die wunderschöne Gebirgslandschaft zu bringen), lieber den Weg durch die Berge zu nehmen, woraufhin im hinteren Teil des Busses eine deutliche Grünfärbung in einigen Gesichtern zu erkennen war.

In Prag angekommen gestaltete es sich unter anderem etwas schwierig, den Weg mit dem Bus durch die kleinen schmalen Straßen zum Hotel zu finden. „Werner“ löste dies geschickt durch zahlreiche gekonnte Wendemanöver (z.B. durch das Rückwärtsfahren in einem Kreisverkehr) auf offener Straße unter Missachtung jeglicher Ampelfärbungen.

Endlich im Hotel angekommen entpuppten sich die Zwei- bis Vierbettzimmer als schön und gemütlich eingerichtet. Wir hatten alle ein eigenes Bad mit Dusche und fühlten uns auf Anhieb in dem alten, aber gepflegten Haus sehr wohl. Nachdem wir ausgepackt hatten, fuhren wir mit der Straßenbahn in die Prager Innenstadt zum Wenzelsplatz, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu gewinnen und vor allem um Geld zu tauschen (1 Euro sind in etwa 30 tschechische Kronen) und um etwas zu essen zu kaufen. Wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter und so konnten wir am Abend durch die überwältigende, hell erleuchtete Prager Innenstadt streifen und das Flair der Stadt auf uns wirken lassen.

Am Montagmorgen trafen wir uns gegen acht Uhr beim Frühstück, wo wir sofort mit einer hiesigen Spezialität, dem Kümmelbrot, konfrontiert wurden. Auch die undefinierbare Wurst wurde von der Mehrheit des Kurses interessiert inspiziert. So wichen wir erst einmal auf Cornflakes und Toast aus. Derart gestärkt machten wir uns auf, um Prag endlich bei Tageslicht kennen zu lernen. Vormittags besichtigten wir die berühmteste Sehenswürdigkeit und gleichzeitig das Wahrzeichen Prags, die Prager Burg. Hierbei handelt es sich um einen riesigen Komplex verschiedener Paläste, Kirchen und Gärten, daher konnten wir nur die wichtigsten Gebäude anschauen, unter anderem den St.-Veits-Dom, den Königspalast und das Goldene Gässchen, dessen Häuser direkt in die Burgmauer eingebaut sind. In dem Haus Nummer zweiundzwanzig lebte Franz Kafka für ein knappes Jahr. Heute befindet sich dort eine Buchhandlung mit den bekanntesten Werken Kafkas. In den anderen Häusern befinden sich zum größten Teil Läden für Touristen mit Andenken.

Von der Größe der Burg und den niedlichen Häuschen im Goldenen Gässchen ohnehin schon sehr beeindruckt, bekamen wir auch noch die Chance eine Wachablösung mit anzusehen, was auf Grund der Uniformen und des Gleichschritts der Soldaten unwirklich und faszinierend auf uns wirkte. Nach der Mittagspause machten wir uns auf zur Kleinseite, der Bereich unterhalb der Burg und eines der vier Stadtviertel Prags. Hier besichtigten wir unter anderem die Nikolauskirche.

Montagabend fuhren wir gegen 21 Uhr wieder in die Altstadt um uns mit dem Mathe-Lk von Herrn Hiepko, der ebenfalls in Prag seine Studienfahrt verbrachte, zu treffen. Es wurde ein sehr lustiger Abend, was sicher auch daran lag, dass wir das tschechische Bier kennen und schätzen lernten (umgerechnet kostet ein halber Liter etwa 70 Cent!!!). Gegen halb zwölf brachen wir jedoch wieder auf, da wir alle ein wenig erschöpft und müde waren und ausgeruht in den nächsten Tag starten wollten.

Der Dienstag stand ganz unter dem Zeichen des „jüdischen Prags“. Wir besuchten die jüdische Synagoge, was sehr beeindruckend und schockierend auf uns wirkte, da in den unteren Räumen die Namen der tschechischen Holocaust-Opfer an die Wände gemalt waren. So wurde uns die große Opferzahl besonders deutlich. In den oberen Räumen der Synagoge waren Kinderbilder ausgestellt, die während des dritten Reichs in jüdischen Schulen, aber auch in Konzentrationslagern gemalt wurden. Sie zeigten besonders intensiv die beklemmende Situation aus dem Blickwinkel der unschuldigen Kinder und wir konnten ihr Leid und Elend anhand der Zeichnungen quasi spüren. Nachmittags besuchten wir den jüdischen Friedhof. Dies war zunächst ein befremdlicher Anblick, da dieser Friedhof nichts mit den uns bisher bekannten Friedhöfen zu tun hatte. Alle Grabsteine standen wild durcheinander. Man erklärte uns diesen Anblick damit, dass ca. 200.000 Menschen auf diesem verhältnismäßig sehr kleinen Friedhof beerdigt wurden und die Grabsteine für die jeweiligen Personen nicht beseitigt wurden, sondern immer wieder nach oben gestellt wurden. Mit der Zeit sackte die Erde ab und so entstand die individuelle Anordnung der Grabsteine.

Mittwoch fuhren wir zusammen mit dem anderen Deutsch-LK nach Theresienstadt. Hier hatten wir eine Führung von einer tschechischen Frau, die aber sehr gut Deutsch sprach und uns durch die Gebäude führte. Es war ein beklemmendes Gefühl, selbst durch die kleinen Räume und Kammern zu gehen, zumal uns die Tschechin erläuterte, dass sich teilweise bis zu 100 Menschen in den winzigen Zimmern befanden. Wir gingen auch durch den Torbogen, über dem die zu trauriger Berühmtheit gelangten Worte „Arbeit macht frei“ geschrieben stehen. Nach der Besichtigung fuhren wir mit dem Bus durch das Ghetto, welches sehr menschenleer und ausgestorben wirkte. Auf dem Rückweg im Bus zum Hotel war die Stimmung auf Grund der vielen Eindrücke etwas bedrückt und nachdenklich.

Den Mittwochnachmittag hatten wir zur freien Verfügung. So fuhren viele von uns in die Altstadt, um einzukaufen oder um die eine oder andere Sehenswürdigkeit noch einmal genauer anzuschauen.

Donnerstagvormittag waren wir wieder auf Kafkas Spuren unterwegs. Wir fuhren zu dem Friedhof, auf dem Kafka beerdigt wurde und besuchten sein Grab, welches einen großen weißen Grabstein hatte. Auffällig war, dass viele Besucher des Grabes kleine Zettelchen mit ihren Wünschen und Steine auf dem Grab hinterlassen hatten. Dies ist ein jüdischer Brauch, den einige aus unserem Kurs nachmachten.

Den Nachmittag hatten wir wieder frei, zuerst machten wir jedoch alle zusammen ein Picknick auf einer schönen Wiese und lauschten den Referaten unserer Mitschülerinnen.

Unseren letzten Abend in Prag nutzten viele, um in die größte Disco Europas aufzubrechen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns das letzte Mal zum Frühstück, bevor wir alle müde, aber glücklich wegen der schönen Kursfahrt, in den Bus stiegen.

Prag hatte sich uns von seiner besten Seite präsentiert (fünf Tage nur Sonnenschein!!!) und so dachten wir wahrscheinlich alle dasselbe, bevor uns die Augen zufielen: „Prag, wir kommen wieder!“

Anna Rosenmöller und Lisa Uetz, (LK Deutsch bei Frau Achenbach, D1)

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Studienfahrt nach Barcelona, September 2005

Voller Vorfreude trafen wir uns am Sonntag, dem 04.09.2005, um 13.00 Uhr, um die lang ersehnte Reise nach Barcelona anzutreten. Als endlich alle eingetroffen waren, ging die eineinhalbstündige Fahrt im Bus los. Um ca. 15.00 Uhr trafen wir am Düsseldorfer Flughafen ein und mussten dann noch drei Stunden bis zum Abflug um 18.00 Uhr warten. Gegen 21.00 Uhr kamen wir dann bei unserer Jugendherberge an und konnten sofort unsere Zimmer beziehen. Nachdem wir eine halbe Stunde Zeit zum Auspacken hatten, trafen wir uns alle vor der Jugendherberge, um schon mal einige Eindrücke von der Stadt zu gewinnen. Auf der Plaza Real machten wir unseren ersten Stopp und setzten uns in ein Straßencafé um etwas zu trinken. Nach den ersten Verständigungsproblemen verbrachten wir alle zusammen einen netten Abend bei lauen Temperaturen, und dann ging’s auch schon wieder zurück zur Jugendherberge, da alle sehr müde und angestrengt von der langen Reise waren.

Der Montag begann für unseren Geschmack viel zu früh. Um 9.00 Uhr trafen wir uns alle bereits vor dem Eingang der Jugendherberge. Zuerst liefen wir über die Ramblas, die große Flaniermeile in Barcelona mit zahlreichen Kiosken, Blumen- und Vogelständen und den bekannten Markthallen, bis wir an der Plaza de Cataluna ankamen, um unser erstes Referat zu hören. Dabei wurden wir leider immer wieder von den höchst aggressiven Tauben, die sich zu Hunderten auf dem Platz tummelten, abgelenkt, da sie stets strikt geradeaus flogen, egal ob sich Passanten vor ihnen befanden oder nicht, und wir somit reichlich mit Ducken beschäftigt waren. Danach ging’s dann weiter durch die engen Altstadtgassen zur Kathedrale, die wir uns genau von innen ansahen und wo wir das zweite Referat des Tages hörten. Wir setzten unseren gemeinsamen Gang durch die Gassen des Barrio Gótico fort, kamen an den noch erhaltenen römischen Stadtmauern vorbei und besichtigten dann die Kirche Santa Maria del Mar, ein Musterbeispiel der katalanischen Gotik.

Am Nachmittag trafen wir uns wieder, um mit der Metro zur Sagrada Familia, einer von Gaudí entworfenen Kirche zu fahren. Im Zuge ihrer Besichtigung entschlossen wir uns, die unendlich vielen Treppenstufen einer der Türme hinauf zu steigen. Trotz unserer anschließenden weichen Knie genossen wir den Panoramablick über Barcelona. Nach der Besichtigung der Kirche und dem dazugehörigen Museum machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Am Dienstag, dem 06.09.2005, haben wir uns um 9.30 Uhr vor dem Hotel getroffen und sind dann mit der Standseilbahn zum Miró-Museum auf den Montjuic gefahren. Vor der Besichtigung des Museums haben uns Anna und Christina in einem Referat über Joan Miró und das Museum informiert. Danach hatten wir eine Stunde zur Erkundung des Museums Zeit. Dann ging es weiter zum Olympiastadion, wo wir nach der Besichtigung eine kleine Kaffeepause einlegten. Auf dem Weg zum Pueblo Español, einer Art Freilichtmuseum mit Nachbildungen von charakteristischen Bauwerken der spanischen Regionen, hatten wir Gelegenheit, uns den Monjuic näher anzuschauen. Beim Pueblo Español angekommen, erfuhren wir, dass der Hauptplatz aufgrund des Filmdrehs von „Das Parfum“ gesperrt war. Eine spanischsprachige Führung brachte uns die verschiedenen Regionen Spaniens näher. Die Führung machte kurz Halt in einer Glasbläserei, in der man die Entstehung eines Glaskruges mit verfolgen konnte. Zum Schluss konnte man sich von einer Aussichtsplattform noch einen Blick über die Stadt Barcelona verschaffen. Den Rest des Nachmittags hatten wir Freizeit, die wir zum Shoppen und Relaxen genutzt haben.

Am Mittwoch, dem 07. September 2005, machten wir uns auf den Weg zur Casa Milá. Dieses Gebäude wurde im 20. Jahrhundert von dem berühmten spanischen Architekten Antoni Gaudí errichtet. Noch heute kann man Spuren seines Lebens in den Gemäuern entdecken. Die architektonisch ausgefallene Dachterrasse bietet einen eindrucksvollen Ausblick auf die Stadt Barcelona. Nach zwei Stunden dort und anschließender Siesta pilgerten wir – mit Regenschirm ausgestattet – zum Picasso- Museum. Hier erhielten wir tiefere Einblicke in das Leben Picassos, seine künstlerische Entwicklung und seine teilweise provokativen Werke.

Am Abend traf sich der gesamte Kurs, um in Anjas 19. Geburtstag hineinzufeiern. Dieses kleine Meeting fand leider sein Ende um 0.00 Uhr, als der Aufenthaltsraum geschlossen wurde. Damit war ein weiterer Tag viel zu schnell vorbei und wir gingen schlafen.

Am Donnerstag, dem 08.09.2005, stand die Besichtigung des „Parc Güell“ auf dem Programm. Wie jeden Morgen war der Treffpunkt vor unserer Jugendherberge gegen 9.00 Uhr. Wir nahmen die Metro, die uns bis zum Fuße der "Montana Pelada“ brachte. Nun stand uns der Aufstieg bevor, der leider durch zu wenige Rolltreppen uns „müden“ Schülerinnen und Schülern nur unzureichend erleichtert wurde. Als wir endlich oben waren, konnten wir auf der längsten Bank der Welt Platz nehmen und die Aussicht auf Barcelona genießen. Die Bank, auf der wir saßen, ist Teil eines riesigen Platzes, der erstaunlicherweise von vielen Säulen getragen wird. In diesen Säulen befindet sich ein kompliziertes aber interessantes Wassersystem, das die eher trockene Gegend hervorragend bewässert.

Drei von uns hielten ein Referat über das architektonische Meisterwerk Gaudís, das anfangs ein Wohnpark für die obere Schicht Barcelonas werden sollte. Schließlich entschied man sich, einen Park für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen. Zwei weitere Referate wurden leider durch ein lautes Gewitter gestört. Trotzdem kam der Park bei allen gut an, so dass wir dort knapp zwei Stunden blieben. Anschließend kehrten wir wieder zu unserer Jugendherberge zurück, die im Vergleich ziemlich hässlich ist.

Am letzten Nachmittag hatten wir Freizeit, die die meisten von uns dazu nutzten, kleine Geschenke zu kaufen oder letzte Eindrücke von Barcelona zu sammeln.

Am Freitagmorgen mussten wir sehr früh aufstehen, da wir schon um 6.00 Uhr die Jugendherberge verlassen mussten, um zum Flughafen zu fahren. Nach der Landung in Düsseldorf wurden wir mit dem Bus nach Münster zurück gebracht, wo wir um 13.00 Uhr eintrafen.

Abschließend kann man sagen, dass die Tage in Barcelona schnell vergangen sind. Trotz der Kürze der Zeit haben wir viel gesehen und es hat allen gut gefallen.

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