Studienfahrten 2004

 

Vom 12. - 19. September fanden die Studienfahrten der Leistungskurse der Jahrgangsstufe 13 statt. Hier einige Berichte:

Studienfahrt des Leistungskurses Kunst nach Rom

Studienfahrt des Leistungskurses Erdkunde nach Berlin

Studienfahrt des Leistungskurses Mathematik I nach Rom

 

 

 

Studienfahrt des Kunst Leistungskurses nach Rom vom 12. – 17. September 2004

mit Frau Achenbach und Herrn Draeger

Am späten Abend des 12.09.2004 kommen wir gemeinsam mit dem Deutsch LK in der „ewigen Stadt“ an. Die Busfahrt vom Flughafen zur Unterkunft dauert länger als erwartet. Es ist schon dunkel, als wir den Weg zu dem Kloster, Trinité des Monts, wo wir uns für die nächsten fünf Nächte einquartieren werden, antreten.

Die schöne Unterkunft - sie liegt an der Spanischen Treppe – und ein hervorragender Ausblick auf die Stadt, lassen uns die zum Teil strengen Regeln im Kloster (z. B. geschlossene Klostertore ab Punkt 23.00 Uhr!) gelassen ertragen.

Direkt am nächsten Morgen beginnt das anspruchsvolle Programm. Wir bewegen uns zu Fuß durch die gigantische Metropole: Eine Lawine von Menschen, Autos und unglaublichen Bauten nimmt uns förmlich den Atem. Wo wir auch hinsehen, erblicken wir uralte Gebäude, Ruinen, Brunnen und Skulpturen. Hitze und Lärm begleiten diese Eindrücke. An diesem Tag besichtigen wir das Forum Romanum, die Kaiserforen und das Kolosseum, die Ruinen des alten Zentrums von Rom und am frühen Nachmittag besuchen wir angenehm sprudelnde Brunnen und malerische Plätze. Nach Programmende haben wir Zeit in kleinen Gruppen durch die Straßen Roms zu ziehen.

Besonders ereignisreich ist der Tag, an dem wir den Vatikan besuchen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind beachtlich: Wir dürfen z. B. keine verschlossenen Flaschen auf den Petersplatz mitnehmen, auf dem an diesem Tag der Papst seine Audienz hält. Wir dürfen alle den Papst live bestaunen und zu unserer Überraschung werden wir sogar als Schüler und Schülerinnen des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums aus Münster namentlich begrüßt.

Schließlich besuchen wir am Nachmittag noch das Vatikanische Museum und den Petersdom. Beides ist ebenso erdrückend, wie beeindruckend. Noch nie haben wir so viele berühmte Kunstwerke (wie z. B. die „Schöpfung“ oder „Das jüngste Gericht“ von Michelangelo) auf einmal gesehen.

Schließlich sind wir an diesem Tag gute neun Stunden unterwegs und am Ende des Tages hat wohl keiner Probleme einzuschlafen, es sei denn, dem einen oder der anderen kreisen im Dunkeln noch die Vielzahl der Eindrücke des Tages durch den Kopf. Am nächsten Vormittag besuchen wir das Kapitol und die kapitolinischen Museen mit seinen zahlreichen antiken Skulpturen.

Leider verlässt uns ab Donnerstag das gute Wetter; ausgerechnet an diesem Tag, an dem wir die beiden schönen Villen, Villa Adriana und Villa d’Este besuchen wollen. Der Tag beginnt mit Gewitter, Sturm und Platzregen in den Morgenstunden. Wir verlieren eine wertvolle Stunde. So treten wir den Tagesausflug erst um 10.00 Uhr an. Die Villa Adriana beeindruckt durch ihre „verwilderten“ Gärten, den Olivenhainen und den Ruinen ehemals prächtiger Bauten. Auch die Villa d’Este ist einzigartig schön. In dem noch intakten Gebäude befindet sich eine Kunstausstellung; allerdings haben wir an diesem Tag eher die Augen für den sorgfältig angelegten Park mit seinen grünen Hecken, den vielen Brunnen und kleinen Wegen…. Unser künstlerisches Auge ist wohl etwas überfordert und sucht an diesem Tag intuitiv die optische Weite.

Der Freitag ist unser letzter Tag in Rom. Für den letzen Vormittag steht die Villa Borghese, für uns der Höhepunkt unseres Programms, auf dem Programm. Die Villa wird auch als „die grüne Oase Roms“ bezeichnet. Über ein unbeschreiblich großes Gebiet wachsen Wälder und sind Beete angelegt, die von kleinen Wegen und Straßen durchzogen sind. In der Villa (in der Galerie) selbst sind im unteren Bereich große Plastiken (von der Antike bis zum Barock) und Gemälde (z. B. Raffaels, Caravaggios, Tizians, Rubens) ausgestellt. Besonders beeindruckend ist die Ausstellung der plastischen Werke des Bildhauers und Malers Bernini. Noch nie zuvor haben wir (und wir denken, hier jedem Kursmitglied aus der Seele zu sprechen) so viele plastische Arbeiten von Bildhauern gesehen, die derart viel Spannung, Bewegung und Leben innehatten. Es bleibt für viele von uns zunächst ein Rätsel, wie die Bildhauer seinerzeit Mensch und Bewegung derart naturgetreu in den Stein meißeln konnten.

Ab 13.00 Uhr haben wir frei und hätte es an diesem Nachmittag nicht in Strömen geregnet, wären viele von uns sicher noch in aller Ruhe durch den Park der Villa Borghese gestreift oder durch die Straßen Roms oder den schönen Geschäften. So aber zieht es uns alle recht bald in das Kloster zurück. Wir lassen bei entspannender Musik die zahlreichen Ereignisse Revue passieren und freuen uns auch auf die Heimreise …

Lea Hagedorn und Felix Reinecker

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Erdkunde-LK: Studienfahrt nach Berlin vom 13.09.04 bis zum 17.09.04

 

Montag, 13.09.:

Nach einer vierstündigen amüsanten Zugfahrt kamen wir an unserer Unterkunft, dem Jugendgästehaus „Steps“ im Berliner Stadtteil Wedding an. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, machten wir eine Orientierungsfahrt mit der Linie 100 durch die Berliner City. Zu Fuß erkundeten wir dann das Nikolaiviertel, den Gendarmenmarkt und das Brandenburger Tor. Abends bestiegen wir als Tagesabschluss die Reichstagskuppel und bewunderten Berlin bei Nacht.

 

Dienstag, 14.09.:

Am Dienstag besichtigten wir Berlin unter stadtgeographischen Aspekten. So besuchten wir z. B. die Plattenbausiedlung Marzahn und die berühmten „Hackeschen Höfe“. Im weiteren Verlauf des Tages fuhren wir in einige Stadtviertel, um ihre typischen Besonderheiten kennen zu lernen. Besonders interessierte uns der Verlauf der ehemaligen Mauer und die Ausstellung „Topographie des Terrors“.

 

Mittwoch, 15.09.:

Da wie jeden Tag das Wetter auch am Mittwoch sonnig und warm war, stand eine „Siebenseenrundfahrt“ auf dem Wannsee und seinen Nachbarseen auf dem Programm.

 

Donnerstag, 16.09.:

Donnerstag besichtigten wir das Pergamon-Museum, in dem neben dem beeindruckenden Ischta-Tor noch viele weitere antike Sehenswürdigkeiten ausgestellt waren. Nachmittags führte Herr Bieber uns nach Kreuzberg, um uns dieses multikulturelle Viertel zu zeigen.

 

Freitag, 17.09.:

Nach einer kurzen Nacht verließen wir unsere Zimmer und sahen uns das Museum „The Story of Berlin“ an. Im Programm war auch die Besichtigung eines immer noch einsatzbereiten Strahlenschutzbunkers unter dem Kurfürstendamm enthalten.

 

Nach einer chaotischen Rückfahrt erreichten wir erschöpft, aber glücklich Münster.

Alles in allem war es zwar eine anstrengende, aber tolle Kursfahrt, die wir gerne wiederholen würden!

 

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Studienfahrt des LK I Mathematik 2004 nach Rom

Am Montagabend des 13. September hob unsere Flugmaschine der Air Berlin – übrigens ein Nichtraucherflug – in Richtung Bella Italia ab. Schon im Bus zum Hotel wurden eifrig italienische Vokabeln gepaukt und die letzten Verhaltenstipps zur erfolgreichen Abschreckung von Taschendieben bekannt gegeben. „Basta!“

Mit Leichtigkeit wurde dann auch unser 1-Sterne(!)Hotel „Bolognese“ ausfindig gemacht, welches zwar leider nicht im Service inbegriffen hatte, seine Gäste mit der gleichnamigen italienischen Spezialität zu verwöhnen, aber in dem dennoch fast jeder von uns einen weichen Schlafplatz finden konnte.

Am nächsten Morgen wurde nach einer durchwachsenen Nacht der Startschuss für das von Herrn Rutsch ausgetüftelte Mammut-Programm gegeben. Gleich am ersten Tag wurden von uns so viele römische wie spanische Treppen erklommen, dass einige das Gefühl nicht loswurden, das schöne Rom sei aus einer einigen riesigen Treppe gehauen. Bei der Besichtigung des Petersdoms am Freitag schlossen sich dieser Vorstellung auch die Letzten an. Über 500 Stufen stiegen wir in den Himmel hinauf, um die Aussicht von Roms höchstem Gebäude zu bewundern. Nicht ohne Genugtuung – von den zahlreichen Plätzen, Kirchen und anderen antiken Bauwerken, die nun unter uns lagen, waren uns eine Reihe nicht mehr fremd. Die im Programm von Herrn Rutsch angekündigte „Piazza del Popolo“ hatte sich als ehemaliger Schauplatz von Hinrichtungen entpuppt, die komplexe Konstruktion des Pantheons war von uns durchschaut worden und an der Spanischen Treppe hatten wir die Erfahrung gemacht, dass man bei einem kurzen kühlen Fußbad in städtischen Brunnen augenblicklich zum Magnetpunkt für sämtliche wütenden römischen Aufpasser mit Trillerpfeife wird.

Doch das Baden im römischen Meer ist Gott sei Dank noch vielerorts gestattet (Vorsicht: Privatstrände locken mit menschenleeren Beachvolleyball-Feldern! Aber die Aufpasser sind nie weit!)... und so durften wir einen Nachmittag lang am „Lido di Ostia“ – nach ausführlichem Studium der Überreste jener antiken Hafenstadt – in den Wellen toben. Eine weitere Badegelegenheit bot sich gleich am darauf folgenden Tag bei der Besichtigung der Villa d’Este. Die faszinierendsten Wasserspiele schossen vor uns in die Höhe, hier blieb keine Fotolinse trocken. Auf den Einen oder Anderen wirkten auch die zur Villa gehörenden Fischzucht-Bassins sehr anziehend, so dass diese für kurze Zeit zwei weitere, besonders große Fische beherbergten.

Obligatorisch wurde jeder am letzten Abend sein letztes Klimpergeld am Trevibrunnen los, welcher im Hintergrund verlockend funkelte, währenddessen bei uns mit feinstem Vino d’Italia auf diese äußerst gelungene Kursfahrt angestoßen wurde! Pronto!

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