WN-Spendenaktion 2007:
Hilfe für das Kinderhilfsprojekt Chilibulo e.V.
des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums
Auf Initiative von Frau Forwick, Vorsitzende des Kinderhilfsprojektes Chilibulo e.V., wurde das Kinderhilfsprojekt Chilibulo zusammen mit drei weiteren Projekten in die diesjährige vorweihnachtliche Spendenaktion der Westfälischen Nachrichten aufgenommen.
Ich freue mich, dass mit der Teilnahme an dieser Aktion das Kinderhilfsprojekt, das seit vielen Jahren maßgeblich von unserer Schule unterstützt wird, ein großes öffentliches Forum erhält und damit hoffentlich auch weitere Unterstützung über unsere Schule hinaus findet.
Es wäre schön, wenn auch aus unserer Schule auf das Spendenkonto möglichst viele Spenden zugunsten unseres Kinderhilfsprojektes Chilibulo eingehen.
Arnold Hermans, Schulleiter
Vier
Projekte – ein Konto
Und das sind die vier Projekte, um die es geht:
Das Konto mit der Nummer 8888 bei der Sparkasse Münsterland Ost (Bankleitzahl 400 501 50) steht auch in diesem Jahr für die WN-Spendenaktion zur Verfügung.
Die Spender werden gebeten, das Projekt ihrer Wahl auf der Überweisung zu nennen. Sonst wird die Spende auf alle vier Projekte aufgeteilt.
Wer nicht möchte, dass sein Name im „Spendenbarometer“ genannt wird, sollte dies mit dem Wort „Nein“ vermerken.
Spendenquittungen stellen die Projektpartner ab 50 Euro aus. Auch deshalb sollten die Einsender Namen und Adresse auf der Überweisung deutlich angeben – und zwar in den dafür vorgesehenen Feldern.
Rückfragen und Informationen unter Telefon 0251 / 690 715.
Leben auf der Kippe
Für
die pensionierte Lehrerin Ilonka Forwick teilt sich das Leben in eine Zeit vor
Weihnachten 1985 und eine danach. Davor arbeitete Forwick an der Deutschen
Schule in Quito (Ecuador), lernte dort die unbeschreibliche Armut in dem
Armenviertel Chilibulo kennen. Danach wechselte Forwick zum wohl situierten
Annette-Gymnasium in Münster.
Was sie von der einen Welt in die andere mitgenommen hat, war das Bedürfnis zu helfen. Seit gut 20 Jahren gibt es am Annette-Gymnasium das Chilibulo-Hilfsprojekt, das sogar Forwicks Pensionierung im Jahr 2000 unbeschadet überstanden hat und „fest im Leben der Schule verankert ist“, wie Schulleiter Dr. Arnold Hermans versichert. Das Gymnasium plant für die nächsten Wochen verschiedene eigene Aktionen, um „Geld zu sammeln, aber auch das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Hilfe zu schärfen“.
Konkret
geht es um die Arbeit der Kinderärztin Dr. Martha Davila sowie der Zahnärztin
Dr. Martha Yanez. Beide Frauen betreuen in Chilibulo einen Hort mit rund 300
Kindern. Da sie keinerlei staatliche Hilfe bekommen, sind die Medizinerinnen auf
Spenden angewiesen.
„Viele Kinder sind schwer traumatisiert“, berichtet Ilonka Forwick vom Leben in Chilibulo, der ehemaligen Müllkippe von Quito. Die Biografien der Mädchen und Jungen ähneln sich häufig: Der Vater hat die Familie verlassen, die Mutter ist überfordert und alkoholkrank, die Kinder auf sich allein gestellt und unterernährt. Ein Leben – ganz anders als in Münster.
Westfälische Nachrichten, 01.11.2007