Spanienaustausch September 2006

 

Wir waren in der Zeit vom 20. - 27.9.06 in A Coruña in Spanien. Die Hafenstadt liegt im Norden Galiciens an der Küste des atlantischen Ozeans. Der Austausch fand mit der Schule «IES Monte Das Moas» statt.

Nachdem wir nach einer zwölfstündigen Anreise mit Zug und Flugzeug endlich ankamen, wurden wir sehr herzlich von den spanischen Austauschschülern und ihren Familien empfangen. Als wir dann die Wohnung unserer Gastgeber erreichten, mussten wir erschreckt feststellen, wie verwöhnt wir eigentlich sind. Die Wohnungen befinden sich in aneinander gereihten grauen Hochhäusern und sind alle räumlich etwas beengt. Viele von uns mussten mit ihren Austauschpartnern ein kleines Zimmer teilen (das Bett zum Glück nicht).

Am ersten Tag fand wegen des tropischen Sturms «Gordon» kein Unterricht statt, sodass wir den Tag zusammen verbrachten und so viele verschiedene Cafés kennen lernten. Außerdem besichtigten wir die Festung des heiligen Antonius (San Antón): In Spanien werden selbst Festungen nach Heiligen benannt. Diese Festung diente früher als Lazarett und Gefangenenlager.

Während der anschließenden Tage konnten wir nicht viel unternehmen, da das Wetter weiterhin regnerisch und kalt blieb. Am Freitagmorgen wurden wir von dem Direktor der Schule, Juan del Valle, empfangen. Er empfing uns sehr freundlich und erzählte uns einiges über Spanien und die Schule. Am Nachmittag stiegen wir auf den «Torre de Hércules» (den römischen Leuchtturm), von wo aus man aufs offene Meer und die Küste Coruñas blicken konnten. Nach diesem herrlichen Ausblick liefen wir entlang der Küste zum «Aquarium Finisterrae», wo wir heimische Fische bestaunen und sogar anfassen konnten. So wissen wir nun, wie sich z.B. ein Seestern oder eine Seeschnecke anfühlt. Als wir hinter die Kulissen schauen durften, konnten wir die tatsächliche Größe des Aquariums und die aufwändige Technik, die dahinter steckt, entdecken.

Am Wochenende lernten wir die Innenstadt und später das Nachtleben von A Coruña kennen. Nach dem «botellón», einem friedlichen Treffen vieler Jugendlicher auf einem Platz in der Stadt, gingen wir noch tanzen. Am Sonntag wurde erst einmal lange geschlafen und dann bekamen einige deutsche Gäste von ihren Familien die Landschaft um Coruña gezeigt. In den Vororten der Stadt findet man anstelle von Hochhäusern und Beton auch „schnuckelige“ Häuschen und schöne Strände.

Am Montag stand dann unser Tagestrip nach Santiago de Compostela bevor. Wir fuhren morgens mit dem Zug aus Coruña los und erreichten eine knappe Stunde später das oft verregnete Santiago. Der spanische Lehrer Pepe erzählte uns einige interessante Dinge über die Geschichte der Stadt und die Kathedrale, die das Ziel des Jakobsweges ist. Wir sahen viele Pilger, die der Tradition entsprechend ihre Hand an eine abgegriffene Stelle am steinernen Portal legten und ihren Kopf dreimal gegen die Statue des Baumeisters schlugen. Sie hoffen, damit die Weisheit des Maestro Mateo zu erlangen. Die außen barocke, aber innen romanische Kirche gefiel allen sehr gut. Später hatten wir noch Zeit, uns auf eigene Faust die Innenstadt anzuschauen und zu erkunden.

Insgesamt hat uns der Austausch sehr gut gefallen. Die Spanier waren sehr gastfreundlich und haben uns viel von ihrer Lebensart vermittelt. Um einige Erfahrungen reicher traten wir am Mittwoch um halb sechs die Rückreise an und freuten uns trotz der vielen schönen Erfahrungen doch schon auf Zuhause.

Julia und Anna-Luka

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