Projektarbeit parallel zum Unterricht: Förderung  leistungsstarker Schüler/innen in der Oberstufe

Die Schulkonferenz des Annette-Gymnasiums hat im Frühjahr beschlossen, vom Schuljahr 2001/2002 an begabte und leistungswillige Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zeitweise vom Unterricht freizustellen, damit sie in dieser Zeit an besonderen Projekten arbeiten können. 

Im Einzelnen ist geplant, leistungsstarken, interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 die Möglichkeit zu geben, durch zusätzliche Arbeit an einem Projekt parallel zum Unterricht eigenständig Fähigkeiten und Interessen zu erproben und zu fördern. Sie werden hierzu vom regulären Unterricht im Umfang von 2 - 4 Wochenstunden freigestellt, d.h. von Teilen des Unterrichts eines Faches bzw. zweier Fächer (Leistungs- und / oder Grundkurse) befreit. Die ausfallenden Unterrichtsinhalte müssen eigenständig nachgearbeitet werden (sogenanntes Drehtürmodell). 

Teilnahmevoraussetzung ist, dass die Noten aller Fächer im Durchschnitt in der Regel zwischen gut und sehr gut liegen und die Noten in den Fächern, in denen Freistellungen erfolgen, in der Regel „gut +“ oder besser sind. Diese Fächer müssen zudem Klausurfächer sein. Die Information über dieses Förderprogramm erfolgt für die Eltern und Schüler/innen der Jahrgangsstufe 11 zu Beginn des Schuljahres, für die Jahrgangsstufe 12 in Zusammenhang mit der Schullaufbahnberatung zu Ende der Jahrgangsstufe 11.2. Die Schülerinnen und Schüler können sich selbst zur Teilnahme am Programm melden, sie können aber auch von einem Gremium betreuender Lehrerinnen und Lehrer (s.u.) vorgeschlagen und angesprochen werden. Über die endgültige Aufnahme in das Programm entscheidet ein Projektbetreuergremium in Absprache mit den von der Unterrichtsfreistellung betroffenen Fachlehrern.  

Der Zeitrahmen für die Arbeit am Projekt erstreckt sich in der Regel je nach Umfang über ein bis zwei Quartale des Schuljahres.  

Die Schülerinnen und Schüler wählen sich das Projektthema selbst. Das Projekt kann, muss aber nicht zwingend inhaltlich an die Fächer anknüpfen, die vom Unterricht freistellen. Den Schülerinnen und Schülern wird ein Projektbetreuer zugeteilt, der die erste Projektkonzeption mit ihnen berät, das Thema eventuell eingrenzt und eine endgültige Themenformulierung und Konzeption mit den Schülerinnen und Schülern abspricht. Für die Arbeit am Projekt werden die Schülerinnen und Schüler im Umfang von 2 - 4 Wochenstunden vom Unterricht freigestellt. Die Stunden für die Freistellung werden vom Projektbetreuer in Absprache mit den Fachlehrern festgelegt, die den Schülerinnen und Schülern jedoch rechtzeitig mitteilen, wenn abweichend die Teilnahme am Unterricht für erforderlich gehalten wird. Falls es für die Arbeit am Projekt erforderlich ist (z.B. für eine Arbeit im größeren Zeitraster), kann gelegentlich auch von anderem Unterricht in Absprache mit den Projektbetreuern freigestellt werden. Die Projektarbeit kann auch den Besuch und die Ausarbeitung von Vorlesungen und Seminaren an der Universität beinhalten. 

Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen in geeigneter Form (Referat, Ausstellung, Internet...) der Schulöffentlichkeit präsentiert werden. Auf dem Zeugnis wird die Projektarbeit vermerkt. Die Schülerinnen und Schüler können die Teilnahme am Projekt nach Rücksprache und Beratung mit den Projektbetreuern/innen jederzeit abbrechen. 

Ein Gremium von vier Projektbetreuern berät die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler vor und während der Projektphase, wobei jeder Schülerin und jedem Schüler ein Betreuer zugeteilt wird. Dieser beurteilt den Fortschritt des Projektes und kontrolliert das Arbeitstagebuch, in dem der Arbeitsablauf grob skizziert wird, das aber auch die Übersicht über die freigestellten Stunden enthält. Der Fachlehrer des Faches, für das die Freistellung erfolgt, kontrolliert im Rahmen der schriftlichen Arbeiten und der sonstigen Mitarbeit das erfolgreiche Nacharbeiten des Unterrichtsstoffes.

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