Angebot für Annette-Pennäler
in
der Oberstufe
Münster (MWI)-
Am Ende des Schuljahres 2000/2001 wird das Annette-Gymnasium den Schülern der
Jahrgangsstufe zwölf ein für Münster neuartiges Projekt anbieten. Zum ersten
Mal haben Pennäler die Möglichkeit, im Rahmen eines Oberstufenpraktikums ein
Wirtschaftsunternehmen ihrer Wahl intensiv kennen zu lernen.
In einem Pilotprojekt bietet die Schule zusammen mit dem „Bundesverband mittelständische Wirtschaft“ (BVMW) diese neue Form an, die sowohl eine intensive Betreuung durch die Betriebe als auch vorbereitende Seminare beinhaltet. „Diese Praktika sind nicht mit denen vergleichbar, die die Schülerinnen und Schüler normalerweise in der zehnten Klasse absolvieren“, erklärt Oberstudiendirektor Dr. Arnold Hermans. „Hier können sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Fragen der Betriebswirtschaft auseinandersetzen und persönliche Qualifikationen erwerben“, erläuterte Hermans.

In den
Vorbereitungsseminaren bekommen die angehenden Abiturienten von Fachkräften aus
der Wirtschaft erste Einblicke in die verschiedenen Zweige der Business-Welt wie
beispielsweise den IT-Bereich, die Marketing-Branche und den Bankensektor.
Ebenso stehen persönliches Zeitmanagement, Selbstorganisation und
Bewerbungstraining auf dem Programm. Bei den Firmen handelt es sich um von dem
BVMW ausgesuchte Unternehmen aus dem Raum Münster, die bereit sind, sich der
Praktikanten anzunehmen und bei Fragen Rede und Antwort zu stehen. Darüber
hinaus können die teilnehmenden Schüler nach Absprache ihr Praktikum auch in
einem Unternehmen ihrer Wahl absolvieren.
Leider ist jedoch
die Zahl der Seminar- und damit der Praktikumsplätze auf rund 20 begrenzt, was
zur Folge hat, dass unter den rund 130 potenziellen Kandidaten des
Annette-Gymnasiums sowie 20 weiteren Schülern des Hittorf-Gymnasiums das Losglück
entscheiden wird. Nach Angaben von Bernd Adamaschek vom BVMW plant man
allerdings, das Pilotprojekt in Zukunft weiter auszubauen. „Wir werden
versuchen, die Zahl der Praktikumsplätze zu erhöhen und auch andere
Schulformen wie die Real- und Hauptschule in das Projekt miteinzubeziehen.“
MZ 07.12.2000