Museumsführung im Jugendstil

 Ein Projekt von Schülern für Schüler

„Ich finde es gut, dass auch mal jüngere Leute eine Museumsführung leiten”, sagt der 15-jährige Sebastian Kerger. Er hat gestern mit seiner Klasse an einer Führung der besonderen Art teilgenommen.

Unter dem Motto „Schüler führen Schüler” leitet der Kunst-Leistungskursus der Stufe 12 des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums selbst gestaltete Führungen durch das Landesmuseum. Seit Dienstag können interessierte Schulklassen an diesen selbst erarbeiteten Museums-Führungen zum Thema „Expressionismus” teilnehmen.

Anlass war die Ausstellung „100 Jahre Künstlergemeinschaft Brücke” im Landesmuseum, bei der einige ihrer expressionistischen Werke präsentiert werden. „Das Thema Expressionismus passte gut in unseren Kunstunterricht, und da ich selbst sechs Jahre im Landesmuseum gearbeitet habe, kam mir die Idee zu diesem Projekt”, erzählt Martina Hacker, Referendarin am Annette-Gymnasium.

Gestern fand die zweite Führung mit einer zehnten Klasse zum Thema: „Die Sprache der Formen im Expressionismus” statt. Die Schülerinnen Julia Stipp, Celine Tollkühn, Hannah Weissler und Marie Rytina führten die Klasse durch das Museum und regten sie zu aktiver Mitarbeit an. Stipp: „Wir haben mit den Schülern ein Bild nachgestellt, ein Rollenspiel gemacht und werden ihnen gleich die Aufgabe stellen, ein expressionistisches Bild farbig zu gestalten.”

Im Vorfeld hatten die Schülerinnen aber so ihre Zweifel, ob die Führung gut ankommen würde: „Wir wussten ja nicht, ob die Schüler uns überhaupt zuhören und mitmachen”, sagt Tollkühn. Doch die Resonanz sei am Ende durchweg positiv gewesen.

WN, 18.03.2005

 

 

 

 

 

 

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