MENDEL „LIVE“ und mehr - Exkursion der Biologiekurse der Jahrgangsstufe 12 zum Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln

 

Am 11. Juli 2003 besuchten Schülerinnen und Schüler verschiedener Biologiekurse der Jahrgangsstufe 12 mit Frau Mette-Michels und Frau Heinrichs das Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln-Vogelsang.

Schon der Weg zum Institut - am Westrand von Köln gelegen - wurde zur Expedition! Doch trotz unserer kleinen Odyssee per Zug, S-Bahn, Bus und zu Fuß sowie der enormen Hitze konnte uns die Führung durch eines der wichtigsten Forschungsinstitute Deutschlands faszinieren.

Denn im ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Institut wird Grundlagenforschung betrieben, hauptsächlich mit dem Ziel, anhand bestimmter Modellpflanzen Gene zu isolieren, zu bestimmen und zu erforschen. Darüber hinaus ist eine Abteilung u.a. für die gentechnische Entwicklung virusresistenter Pflanzensorten zuständig, was den Einsatz von Insektiziden vermindern soll.

Nach einem Vortrag in einem - angenehm kühlen - Hörsaal führte uns Herr Dr. Schuchert, ein Abteilungsleiter, durch verschiedene Gewächshäuser des Institutes. Dort wird z.B. eine Selektion und gezielte Kreuzung von Weizen vorgenommen.

Anschließend hatten wir die Möglichkeit, in einem Modellgarten Gregor Mendels Grundregeln der Vererbung in Form verschiedenfarbig blühender Pflanzen „live“ zu erleben. Einige kleine Felder stellten Freilandversuche gentechnisch veränderter Pflanzen dar. Zudem wurden sehr viele, auch aus der Mode gekommene, aber sehr bemerkenswerte Nutzpflanzen wie z.B. Buchweizen und Hanf gezeigt. Dieser Garten hatte es uns besonders angetan.

Zuletzt sahen wir uns eine Jubiläumsausstellung zum 75. Bestehen des Institutes an. Sie hatte das Thema „Nachwachsende Rohstoffe“ und war anschaulich und interessant.

Daraufhin machten wir uns wieder auf unseren leicht abenteuerlichen, langen Rückweg.

Auf jeden Fall bietet ein solcher Institutsbesuch die Möglichkeit, Lernstoff - in unserem Fall aus dem Bereich der Genetik und Ökologie - anschaulich, konkret und anwendungsbezogen zu erfahren.

 

Maria Schäfer

   

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