Wie aus einer spontanen Idee eine Kursfahrt nach London wurde

 

Claudia: „Antenne Münster verlost eine 2-tägige Londonreise für den witzigsten Englisch Leistungskurs im Sektor.“

Katha: „Echt? Könnten wir uns da bewerben?“

Claudia: „ Ja, du musst nur anrufen und einen Grund angeben, warum du denkst, wir wären der lustigste Kurs.“

Katha: „ Wir könnten ja anrufen und sagen, dass wir kein Englisch können.“

Claudia: „Glaubst du, dass AM uns das abnimmt?“

Katha: „Warum nicht?“

So wurde aus dieser spontanen Idee eine Woche später ein lustiges Interview mit einer AM-Reporterin in unserem Kursraum. Wir haben uns ordentlich ins Zeug gelegt und das fehlerhafteste Englisch gesprochen, das Frau Azike je gehört hat. U. a. mit einem grammatikalisch sehr schlechten Song nach der Melodie von „Bruder Jakob“ überzeugten wir die Jury und waren so am 5.7.05 live on air vom FMO zu hören, wo wir gegen einen Steinfurter LK im Finale antraten.

Das Quiz bestand aus zwei Fragen, für die wir je ca. 20 Minuten Zeit hatten und Handy, Internet etc. benutzen durften. AM-Reporter Stefan stellte den beiden Kurssprechern die erste Frage: „In welcher Straße in London herrscht Rechtsverkehr und warum?“ Dann griffen auch schon alle nach ihren Handys, holten Reiseführer heraus oder rannten zu den hilfsbereiten Angestellten am Schalter, um deren  PCs zu benutzen. Nach 20 Minuten kamen beide Kurse mit der richtigen Antwort zurück:  „Die Straße heißt  ´Strand` und führt zum Savoy Hotel. Dort herrscht Rechtsverkehr, denn wenn es damals regnete, konnten die Damen aus der Kutsche direkt unter dem Dach aussteigen, ohne nass zu werden.“ Somit kamen beide Kurse in die zweite Runde: „Welches Gebäude in der Lime Street beschäftigt sich mit den Bissen giftiger Spinnen?“ Erneut wurde die Frage von beiden Parteien richtig beantwortet: „Das Gebäude Lloyds of London steht in dieser Straße,  ein Versicherungsgebäude, wo man sich u. a. gegen Spinnenbisse versichern lassen kann.“

Nach dieser Pattsituation sollte eine Schätzfrage die Entscheidung bringen. Auf dem Flughafen befindet sich ein Glaskasten gefüllt mit Plastikbällen für kleine Kinder und wir sollten die Anzahl der Bälle schätzen und auf ein Stück Papier schreiben. „Die richtige Antwort lautet 2500!“, sagte der Reporter und wandte sich zu dem Steinfurter LK: „Wie viel habt ihr geschätzt?“ „4300!“ und dann brachen auch schon unsere Jubelschreie aus, bis Christoph schließlich unseren Lärm übertönte und ins Mikro schrie: „Wir haben 4000 geschätzt!!!“ Somit waren wir zwar immer noch weit entfernt, aber näher dran als der Steinfurter LK und hatten die Reise gewonnen.

Niedergeschlagen ging der Steinfurter LK nach Hause, während wir unsere Tickets für die Reise am nächsten Morgen erhielten.

So flogen wir am darauf folgenden Tag um 6:00 morgens nach London. Der AM-Reporter hat uns begleitet und da er früher Reiseleiter war, hat er  am ersten Tag eine interessante Sight-Seeing-Tour mit uns gemacht. Den zweiten Tag durften wir frei gestalten, bis es abends wieder zurück nach Hause ging.

Uns allen hat diese Fahrt sehr gut gefallen und wir sind dankbar für die spontane Idee von  Katha und Claudia, denn ohne sie hätten wir nicht „abgestylt“!

                                                                                             

P. S.: Wir hatten nicht nur Glück, dass wir die Reise gewonnen hatten, sondern auch, dass wir acht Stunden vor dem Attentat vom 8.7.05 wieder zu Hause waren.

Anne Laakmann, Jgst.13

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