Der 51. Austausch mit The Grey Coat Hospital, London – 

Von Skorpion in Schokolade, Tube Strike und Eton Boys

 

Vom 29.9. bis 8.10.2002 fand der diesjährige erste Teil des Austausches mit The Grey Coat Hospital statt. Am ersten Tag nach der Ankunft am Sonntag Nachmittag besuchten die 18 Mädchen den Unterricht der englischen Austauschpartnerinnen, um am Ende des Austausches festzustellen, dass sie sogar gerne noch einen Unterrichtstag mehr erlebt hätten. Vielleicht hat die traditionelle, aber mit viel Humor gewürzte Asembly vor Unterrichtsbeginn mit dazu beigetragen. 

 

Der gemeinsame Ausflug der englischen und deutschen Mädchen führte am nächsten Tag nach Blenheim Castle, dem Geburtsort Churchills. Nach einer Dosis Geschichte in Form einer Schlossführung konnte man sich im nahegelegenen Park mit Schmetterlingshaus und Labyrinth erholen. Der folgende Tag bescherte einen Tube Strike, infolgedessen einige Schülerinnen den Tag bei ihren Partnerinnen, die vom Schulbesuch befreit waren, verbrachten. Die Restgruppe begab sich auf einen Spaziergang durch die City of Westminster. Durch den St. James’s Park vorbei an Buckingham Palace ging es Richtung Piccadilly Circus. Ein Abstecher führte ins Traditionskaufhaus Fortnum and Mason’s, wo sich die Lebensmittelabteilung als besonderes Highlight erwies. An neuartigen Lebensmitteln wurden unter dem Etikett Food of the World unter andrem Ameisen in Pfefferminzlutschern, Würmer in Zuckerguss oder wahlweise auch in pikanter Sauce, Skorpion in Schokolade gehüllt neben Delikatessen wie Klapperschlange in Konservendose angeboten. Wer den Kauf scheute, konnte es bei einem skeptischen Blick belassen. 

 

Den folgenden Tag verbrachte die Gruppe mit einem Besuch der riesigen Schlossanlage von Windsor in der Nähe Londons. Vom Stammschloss der Windsors führte ein Spaziergang ins benachbarte Eton. Die historische Schule selbst hielt die Pforten für ihre Besucher ob laufenden Schulbetriebs zwar geschlossen, doch wurde die Hauptstraße von den Eton Boys in ihren historischen Schuluniformen belebt. Nicht wenige Mädchen fanden dieses living history museum denn auch recht interessant. 

 

Das Wochenende in den Familien verging für die meisten schnell, weil man sich im Laufe der Woche schon gut kennen gelernt hatte. Am letzten Tag stand noch ein Besuch des Natural History Museums und des Kaufhauses Harrod’s auf dem Plan. 

 

Die weite Fahrt zurück begann am Dienstagmorgen recht pünktlich mit dem Abholservice der Schüler aus Southend. Vielleicht war es zum letzten Male eine Busreise. Wenn sich die Flugverbindung zwischen Münster/Osnabrück und London/Stansted etablieren sollte, waren die Klippen von Dover und die Fährfahrt das letzte Mal Bestandteil der Reiseeindrücke einer deutschen Austauschgruppe.  

 

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