Ein Abend zwischen Traum und Realität

 Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums luden zu literarisch-musikalischer Aufführung 

Träume sind Schäume. Und was zählt, ist die Realität. Wirklich? Eine Frage, die am Mittwochabend Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums als Anlass für einen kreativen literarisch-musikalischen Abend nahmen. 

Ängste, Träume, Hoffnungen, Ideale, Werte, Wünsche - eine Reihe von Assoziationen irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit - verpackt in einem Schauspiel mit Lyrik, Performance und Musik. 

Aufgeregt rennen noch ein paar Schüler durch die Aula des Gymnasiums, letzte Vorbereitungen werden getroffen. Dann wird es dunkel im Saal. „Realitätsklänge und Traummusik“ leiten den Abend ein. „Love“ ruft eine unsichtbare Stimme aus der Dunkelheit, „Frieden“ eine andere. Seltsame Musik tönt aus dem Hintergrund. Kerzenlicht auf den Tischen sorgt für gemütliche Café-Atmosphäre. Dann endlich öffnet sich der Vorhang. Zwei Moderatoren treten vor das Publikum, geben Denkanstöße, Anregungen, stellen Fragen. „Real oder nicht real? Innerer Monolog, oder alltäglicher Dialog? Entscheidet selbst!“ lautet, die Aufforderung an Eltern, Lehrer, Freunde. 

Es folgen szenische Interpretationen, Darstellungen von Kurzgeschichten, moderne Raps oder selbstgeschriebene Gedichte zum Thema „Traumhaftes Erlebnis eines Winterspazierganges“. Ein Hin und Her von Gedanken und Wortfetzen, Vermischung von Traum und Wirklichkeit im Alltag, eingebettet in Themen wie „Liebe und Freundschaft“, der Suche nach dem Sinn des Lebens oder etwa einer alltäglichen „Bussituation“ im Zwiespalt zwischen den Erwartungen der Eltern und eigenen Wünschen... 

Ein besonders fantasievoller Abend, der in der Tat zum Träumen einlud. Nicht zuletzt auch wegen seiner interessanten Mischung aus den Fächern Deutsch, Englisch und Musik. Und, nicht zu vergessen, die Botschaft des Abends: „Im Grunde gehören Traum und Wirklichkeit zusammen, denn ohne das eine gäbe es das andere nicht.“ 

MZ, 01.02.2003 

 

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