Könnten wir nicht länger bleiben?

Fahrt der 5. Klassen des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in die Jugendherberge Damme

Schon nach acht Wochen gemeinsamen Lernens in der neuen Schule starteten die 5. Klassen des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums am Montag, dem 29.10. 2001, zu einer ersten mehrtägigen Fahrt in die Jugendherberge Damme, während ihre Mitschüler bei den Projekttagen ihrer Schule „Lernen einmal anders“ probten. 

Schlugen vielleicht bei der Abreise manche Schüler- und Elternherzen noch etwas beklommen, so waren zwei Stunden später alle Bedenken vergessen. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler in den hellen, modernen Zimmern der Jugendherberge eingerichtet hatten, wurde im Speisesaal ein Essen ausgeteilt. Fast 140 Personen, 124 Schülerinnen und Schüler, 8 Lehrerinnen und Lehrer und 6 „Paten“, Schülerinnen aus der Klasse 10, machten sich danach zu einem Spaziergang auf durch die Wälder der „Dammer Schweiz“. Nach dem Abendessen war man wieder „unter sich“, im Klassengemeinschaftsraum wurden Spiele gespielt und ein „Gespensterstück“ einstudiert. Als am Abend dann noch der Direktor zu Besuch kam, sah er nur strahlende Gesichter, „Heimweh“ war kein Thema. 

 

Am nächsten Tag durchliefen die Klassen, in Gruppen aufgeteilt, ein spannendes Programm mit den Mitarbeitern des Fair Mobils: „Miteinander“ probten die Schülerinnen und Schüler, sie erfuhren in neun Stationen, dass Zusammenspiel, Zusammenarbeit auch schwierige Aufgaben lösen hilft und dazu noch Spaß macht. Parallel zu diesem Stationenspiel stellten die Klassen mit ihren Lehrern schaurig schöne Vogelscheuchen her mit Kürbiskopf, Lumpengewändern und Stroheinlage. Am Abend wurden die originellsten Kunstwerke prämiert, es gab Urkunden und Preise. 

„Könnten wir nicht länger bleiben“ fragten viele, als am Mittwoch die Busse auf den Parkplatz der Jugendherberge rollten, um die Gruppen wieder abzuholen. 

Es war nicht ganz leicht, den Vogelscheuchenfahrgästen zusätzlich zu den 140 Fahrgästen Platz zu verschaffen, aber es war klar, mit mussten sie, hatten sie doch schon Namen erhalten und waren somit zum Mitglied der Klasse geworden. 

Die Eltern erwarteten ihre Kinder schon voller Spannung und halfen mit, die Kunstwerke in der Schule aufzustellen. Alle waren sich einig: wir haben viel gelernt, mit uns und den anderen neue Erfahrungen gemacht, so macht Schule Spaß.

zurück