Für knifflige Knobelei gibt es eine Urkunde

460 Schüler des Annette-Gymnasiums nehmen am Känguru-Mathematik-Wettbewerb teil

75 Minuten Kopfzerbrechen. Dann ist es vorbei. „Es gab schwere und leichte Aufgaben. Ich denke, das empfindet jeder anders“, resümiert Sebastian Kerger. Der 17-jährige Oberstufenschüler hat soeben am Känguru-Wettbewerb teilgenommen — als einer von 460 Schülern des Annette-Gymnasiums und einer von über einer halben Million europaweit. „Wir freuen uns, dass mehr als ein Drittel unserer Schüler teilnehmen“, sagt Beate Dreseler, die Fachvorsitzende Mathematik.

Im Unterschied zur Mathe-Olympiade und dem Team-Wettbewerb „A-lympiade“ (Bei dem Sebastian Kerger kürzlich den zweiten Platz belegte) — müssen beim Känguru-Wettbewerb weniger komplizierte Rechnungen gelöst als vielmehr logisches Denken angewandt werden. 

Die Klassen fünf und sechs etwa werden unter anderem nachgefalteten Würfeln, Abzählreimen und Lichtsignalen in Fensterscheibengefragt. „Die Schüler sollen motiviert werden, sich mit mathematischen Fragestellungen auseinander zu setzen“, erklärt Beate Dreseler.

Die Teilnehmer lösen gleichzeitig ihre Aufgaben, 52 davon in der Aula, wo gespannte Stille herrscht. „Es ist eine logistische Herausforderung denn nicht alle Klassen nehmen vollständig teil.“

30 Aufgaben stehen auf jedem Zettel; nur jeweils eine von fünf vorgegebenen Antwort-Möglichkeiten ist richtig. Falsch angekreuzte Antworten geben Minuspunkte. „Man geht ein hohes Risiko ein, wenn man auf gut Glück ankreuzt“, betont die Fachvorsitzende.

In der Regel werden nicht alle Fragen beantwortet: „Im vergangenen Jahr schafften das 23 von 400 000 Teilnehmern.“ Eine Urkunde erhält aber jeder, außerdem gibt's Geschenke für die Sieger.

Die Fachvorsitzende hofft, den Trend der vergangenen Jahre fortführen und die Teilnehmerzahl beim nächsten Mal noch mehr steigern zu können. www.mathe-kaenguru.de

 Westfälische Nachrichten, 16.03.2007

zurück