Taschenrechner-freie Zone

 Dritte Auflage des -Wettbewerbs in Münster am Annette-Gymnasium

 

Malte Born, elf Jahre alt und Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums, ist immer noch am Grübeln: Eine geometrische Aufgabe hat dem jungen Mathe-As doch zu schaffen gemacht.

Fünf Berge aus dem Känguruland sollten, in verschiedenen Höhen abgeschnitten, mit ihren Schnitt- und Höhenlinien in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Malte wollte der richtige Weg partout nicht einfallen. Der Fünftklässler nahm es aber nicht tragisch, die anderen Aufgaben fand er nämlich kinderleicht. Wie Sophia Firgau, die in Windeseile Aufwärmaufgaben wie 2005 mal 100 plus 2005 im Kopf ausrechnen kann. Denn Taschenrechner waren beim Känguruwettbewerb strengstens verboten.

Am Donnerstag fand in dem Annette-Gymnasium zum dritten Mal der ursprünglich in Australien ins Leben gerufene internationale Mathematikwettbewerb statt. Mit 318 Anmeldungen überwiegend aus den Klassen fünf bis zehn erfreut sich der „Känguru-Wettbewerb” größter Beliebtheit. Zwei Klassen sind sogar geschlossen angetreten.

 „Es geht darum, die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik zu fördern sowie logisches Denkvermögen, Rechenfertigkeiten und Textverständnis der Teilnehmer zu testen”, sagte Beate Dreseler, Organisatorin des Wettbewerbs, an dem weltweit am dritten März-Donnerstag 30 Länder teilnehmen.

Dabei hätten es die Aufgaben, auch wenn die Schüler ihre Rechenschritte nicht begründen müssen, ganz schön in sich. Viel Zeit bleibt nicht für die Lösungen: 75 Minuten für 30 Multiple-Choice-Fragen. Auf ihre Zöglinge Malte und Sophia kann Beate Dreseler stolz sein: Die beiden talentierten Matheschüler haben sogar schon bei der Landesrunde der Mathematik-Olympiade in Essen teilgenommen. Dabei haben die beiden Schüler nicht nur Zahlen, Formeln und geometrische Formen im Kopf: Sophias Lieblingsfach ist Kunst und Malte interessiert sich mit großer Leidenschaft für Fußball.

„Die eigentliche Intention des Wettbewerbs ist die Popularisierung der Mathematik”, stellte Beate Dreseler klar. Es sei schon vorgekommen, dass ganze Familien knobelnd über den Aufgabenzetteln gesessen haben.

MZ, 18.03.2005

 

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