Wässrige Angelegenheiten

Exkursion des Biologie-LK der Jgst. 12 von Frau Jöstingmeier zum Heiligen Meer

Am Morgen des 22. April trafen wir, 14 Schülerinnen, ein Schüler (armer Felix) und zwei begleitende Lehrerinnen, uns zur Abfahrt zum Heiligen Meer.

Heiliges Meer? Das klingt toll! Es liegt aber leider nicht in Jerusalem oder Mekka, sondern im nördlichsten Zipfel von NRW. Und „heilig“ ist es auch nicht. Wie Dr. Heinrich Terlutter, der Leiter der biologischen Station, uns erklärte, ist die Herkunft des Namens ungewiss. Einer Sage nach wohnte auf diesem Gebiet ein sündiger Mönchsorden, der zur Strafe von Gott in den Boden versenkt wurde. Das Loch ist das heutige Heilige Meer. - Oder aber verdankt das Heilige Meer seinen Namen der falschen Übersetzung des mittelalterlichen Wortes „hillig“ (=schlimm, arg)? Schließlich entstanden die Gewässer durch Erdeinbrüche, die sich die früheren Menschen nur durch eine Strafe Gottes erklären konnten.

Das Naturschutzgebiet besteht aus vier großen Seen, dem Heideweiher, dem Erdfallsee, dem Großen und dem Kleinen Heiligen Meer sowie mehreren kleinen Tümpeln. Am ersten Tag machten wir einen Rundgang durch das Gebiet und entnahmen Wasserproben, die wir auf pH-Wert, Temperatur und elektrische Leitfähigkeit untersuchten. Nachmittags erwartete uns ein spannender Ruderausflug aufs Große Heilige Meer. Dort filterten wir die mikroskopisch kleinen Lebewesen und Pflanzen aus dem Wasser, um sie später in der Station zu mikroskopieren. Wir entdeckten viele verschiedene Krebse und Algen.

Am nächsten Tag haben wir den Vormittag im Kursraum verbracht und uns wurde das Ökosystem See erklärt. Nach dem Mittagessen ruderten wir erneut auf das Große Heilige Meer und pumpten aus jedem der zehn Meter Wassertiefe eine Probe nach oben. Diese Proben untersuchten wir in den folgenden Stunden auf ihre chemischen Inhaltsstoffe und werteten die Ergebnisse graphisch aus. Die anschließende Analyse der Ergebnisse fiel leider sehr knapp aus, da bereits der Bus auf uns wartete.

Insgesamt hat uns allen der Ausflug sehr gut gefallen. Leider waren die Sitzungen im Kursraum etwas informationsüberladen, da wir ein 3-Tage-Programm in zwei Tagen durchgenommen haben. Die Unterkunft in der biologischen Station war komfortabel, obwohl das Zimmer neben der Toilette wegen geräuschbedingten Schlafmangels nicht zu empfehlen ist, wie Kathrin und Katrin erfahren mussten. Dafür haben die Mahlzeiten jedem gut geschmeckt. Und wer nach dem Abendessen immer noch Energie hatte, der konnte mit dem jungen Haushund Aron „Stöckchen holen“ üben.

 

Stephanie Schmitz, Claudia Lienau

 

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