2. und 3. Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten für Schülerinnen des Annette-Gymnasiums

Vergangenes lebendig gemacht

Zwei Annette-Schülerinnen dürfen auf Leistung stolz sein

 

Wenn zwei Mädchen im Alter von 13 und 18 Jahren monatelang in ihrer Freizeit Archive durchstöbern, Interviews führen und freiwillig eine Arbeit von rund 100 Seiten schreiben, dann muss schon was dran sein am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

 Wenn die Dokumentationen der beiden Schülerinnen des Annette-Gymnasiums dann noch unter den 1900 Beiträgen zum Thema „Weggehen - Ankommen. Migration in der Geschichte“ ganz weit vorne liegen, dürfen sie zurecht stolz auf ihre Leistung sein.

„Das Tippen war ganz schön anstrengend, manchmal wollte ich gar nicht weitermachen - aber dann hat Mama mich zum Glück angespornt“, berichtete Friederike Krause, die den zweiten Platz belegte.

„So konnte man Geschichte hautnah erleben“, begründete Theresa Lütke Schelhowe ihren Arbeitseifer. Mit dem dritten Platz gehört die angehende Abiturientin bereits zum dritten Mal zu den Preisträgern des von der Körber-Stiftung ausgerichteten Wettbewerbs.

Die Idee zu ihrer Arbeit über die „Zuwanderung der Protestanten in das katholische Münster“ hatte sie, als ihre St. Stephanus-Gemeinde ein schönes ökumenisches Kirchenfest mit der  evangelischen St. Jakobus-Gemeinde feierte. Daraufhin wollte sie mehr über die Anfänge des Protestantismus in der „erzkatholischen Bistums-Stadt“ wissen.

Friederike hatte schon lange vor dem Wettbewerb das Tagebuch ihres Urgroßvaters über die Flucht von Oberschlesien über Österreich nach Münster gelesen. Für den Wettbewerb dokumentierte sie „Die große Reise“. Neben der Geschichte ihrer Familie interessierten sie vor allem die im Krieg verloren gegangenen Kinder. „Das ging mir sehr nahe, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie Mütter ihren Nachwuchs verlieren.“

MZ 25.09.2003

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