Gemeinsam stark

"Guck mal, die trägt ja gar keine Marken-Klamotten. Bah! Und wie die stinkt!" - Lästern, Mobben, Ausgrenzen um von eigenen Schwächen abzulenken ist in Schulen gerade unter Pubertierenden kein seltenes Phänomen. Am Annette-Gymnasium bemüht man sich dem vorzubeugen.

Am Montag behandelte dort im Rahmen des Programms "Stark im Miteinander" der Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung (asb) mit den Schülern das siebten Klassen spielerisch die Problematik. Bei dem Projekt "Spotlight - Theater gegen Mobbing" ging es darum, Unrecht zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden. Die Arbeitsgruppen wurden dabei nach Jungen und Mädchen getrennt eingeteilt.

Das sei notwendig, erklärte Jorge Maturana vom asb, denn in diesem Alter würden sich die beiden Geschlechter noch zu sehr als Konkurrenten sehen. "Gerade die Jungs klopfen dann schnell Sprüche, die verletzen können."

In kleinen Szenen spielten die Gruppen Mobbing-Situationen aus dem Schulalltag nach - viel kommentiert vom Publikum. Denn so auf der Bühne präsentiert, erkannten die Schüler Unrecht schnell.

"Diese Art von Präventionsarbeit ist nicht bloß eine Modeerscheinung, sondern wird wirklich gebraucht", so Schulleiter Dr. Arnold Hermans. "Daher führen wir die Schüler systematisch und bereits ab der fünften Klasse an das Thema heran."

Münstersche Zeitung, 21.08.2006

 

 

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