Treffen der Abiturjahrgänge bis 1959 am 20.11.2004

 

Sogar der Abi-Jahrgang 1929 war vertreten

Über 200 ehemalige Schülerinnen besuchten das Farbenfest des Annette-Gymnasiums

 

Die ehemaligen Schülerinnen des Annette-Gymnasiums sind ihrer Penne treu. Auch über Jahrzehnte hinweg. Denn die Resonanz auf die Einladung zu einem Wiedersehen der Abiturjahr­gänge 1959 bis 1950 und älter war enorm: Über 200 Damen ließen sich die gesellige Kaffeerunde beim Farbenfest, wie die Jahrgangstreffen der Schule traditionell genannt werden, nicht entgehen.

„Wir freuen uns, dass solch ein reges Interesse besteht”, erklärte Dirktor Dr. Arnold Hermans im Namen der Schule. Die Vorsitzende des Ehe­maligenvereins „Grüne Gasse”, Heike Hänscheid, meinte: „Fühlen Sie sich wohl und lassen Sie sich verwöhnen.” Ein gut gemeinter Rat, denn die 140 Schülerinnen und Schüler der aktuellen Jahrgangsstufe 13 kümmerten sich fürsorglich um ihre Vorgängerinnen und bedienten sie mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen.

Nicht zuletzt war die große Teilnehmerzahl beim Farbenfest auf das Engagement von Maria Bacciocco zurückzuführen: Die einstige Schullei­terin des Annette-Gymnasiums habe bei der Adressenrecherche ganze Arbeit geleistet, lobte Hänscheid ihre Vorstandskollegin.

Den ältesten Abiturjahrgang vertrat am Samstag Lucie von Wensierski. Im Frühjahr 1929 hatte die 95-jährige Dame aus Ahlen ihren Abschluss am Annette-Gymnasium gemacht - als Schülerin in einer 19-köpfigen Mädchenklasse, die damals allesamt mit Bravour bestanden hatten.

„Wir waren ein hervorragender Jahrgang”, erinnerte sich von Wensierski. Und doch hatten es die Mädels faustdick hinter den Ohren: „Mit meinen Noten für Religion und Betragen habe ich's mir lange vor dem Abitur verscherzt”, schmunzelte die pensionierte Studiendirektorin. Zusammen mit ihrer Freundin Alexandra sei sie in der Sekunda auf dem Schulklo beim Abschreiben der Mathehausaufgaben erwischt worden. Den nachhaltig wirksamen Rüffel gab es aber nicht für die Mogelpackung. Denn die blieb unbemerkt. Stattdessen habe ihr einstiger Religionslehrer Schmetz angenommen, so von Wensierski, dass die beiden Mädels sich vorsätzlich vor seinem Unterricht hätten drücken wollen.

 

 

 

 

 

WN 22.11.2004

 

zurück zur Rubrik "Archiv"

 

zurück zur Seite "Ehemaligenverein"