Im Ernstfall richtig handeln
Katy
Haehser wollte aus ihrem „alten Leben“ als Krankenschwester etwas mitnehmen, als
sie am Annette-Gymnasium als Referendarin startete. Da lag es auf der Hand, dass
sie sich für einen Schulsanitätsdienst stark machte – und dabei auf offene Ohren
bei Schulleiter Dr. Arnold Hermans stieß. „Bei 1200 Schüler und Schülerinnen
können wir einen Sanitätsdienst sehr gut gebrauchen“, hob er gestern
freudestrahlend hervor. Somit ist das Annette-Gymnasium nach dem
Schiller-Gymnasium und der Hauptschule Coerde, die dritte Schule mit einem Stab
von Erste-Hilfe-Kennern.
Blumen gab es als Dankeschön für Katy Haehser von 23 Pennälern der Jahrgangsstufen 9 bis 11, die wissen, worauf es ankommt, wenn es auf dem Schulhof einen Unfall gibt. Sie wurden von der DRK-Ausbildern seit Beginn des neuen Schuljahres wöchentlich fit gemacht für lebensrettende Sofortmaßnahmen nach Verkehrsunfällen, bei Störungen von Atmung und Kreislauf, bei Blutungen, Verbrennungen, Vergiftungen, Verletzungen im Kopf-, Bauch- und Brustbereich, Sportverletzungen und weiteren Unglücken.
„Ein
tolles Team mit gutem Teamgeist“, lobte die Referendarin zum Abschluss der
erfolgreichen Ausbildung die frisch gebackenen Schulsanitäter, die bereits den
Sponsorenlauf der Schule bestens betreut haben. Und die nächsten, die diese
Erste-Hilfe-AG besuchen möchten, stehen auch schon auf der Matte. Wenn sich ein
Unfall ereignet, werden die Sanitäter über die Rufanlage informiert. Dass diese
ehrenvolle Aufgabe „mehr ist als Pflaster aufkleben“ bei Schürfwunden und
Schrammen, verdeutlichte Alice van Almsick. Die 16Jährige findet es generell
hilfreich zu wissen, was im Ernstfall zu tun ist, auch im Hinblick auf den
Nachweis der Ersten Hilfe für den Führerschein. Und auch die 15jährige Ada
Stange fand die kompakte Ausbildung „einfach interessant“. „Weil es wichtig ist,
im Notfall richtig zu handeln.“
Westfälische Nachrichten, 17.11.2007