Lebenretten ist manchmal schmerzhaft

Erste-Hilfe-Kurs im Annette-Gymnasium

Die Stadt hat jetzt 200 ausgebildete Ersthelfer mehr: Im Annette-Gymnasium fand am Mittwoch ein Kurs statt. Sieben Ausbilder vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) zeigten den Jugendlichen, wie man Leben rettet.

Katy Haehser ist Referendarin am Gymnasium und gleichzeitig examinierte Krankenschwester. Sie stellte die Kooperation zwischen Schule und DRK her. Viele Schüler wollten mit dieser Ausbildung den Erste-Hilfe-Kurs für ihren Führerschein machen. Doch einfach absitzen ging nicht: An Dummies lernten sie die Herz-Lungen-Reanimation, übten Verbände anzulegen und die stabile Seitenlage.

„Viele haben sich ganz schön erschrocken, als sie Bilder von Amputierten gesehen haben“, berichtet Josephine Kummer vom Schülersanitätsdienst. In der Theorie ging es darum, Ersthilfe zu leisten, auch wenn dabei kleinere Verletzungen zugefügt werden. Es sei schon vorgekommen, dass Ersthelfer dem Bewusstlosen bei der Reanimation Rippen gebrochen haben. „Ich finde das schlimm, wenn ich jemandem helfen will und ihn so verletze“, sagt Schüler Ali El Hammite.

Münstersche Zeitung, 26.06.2008

 

 

 

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