Konsequenzen für die Gegenwart 

Die Klasse 9 d des Annette-Gymnasiums besuchte KZ Buchenwald 

Im Rahmen ihrer Klassenfahrt besuchten die Schüler der 9 d des Annette-Gymnasiums das Konzen­trationslager Buchenwald in der Nähe von Weimar. Nach der Besichtigung der deutschen „Kulturstadt“ Weimar führte die „Blutstraße“ die Gruppe von Weimar auf den Ettersberg, wo die Nationalsozialisten 1937 ein Konzentrationslager errichtet hatten. Die „Blutstraße“ war von den Inhaftierten gebaut worden. 

Besonders betroffen machten die Schülerinnen und Schüler das Krematorium und die Genickschussanlage. Dort wurden 8000 russische  Gefangene ermordet. In den von den Teilnehmern anschließend verfassten Berichten über den Besuch des Konzentrationslagers wurde ihre Fassungslosigkeit angesichts des sinnlosen Terrors auch gegenüber Kindern deutlich. 

Nach Aussagen der Schülerinnen und Schüler sollte der Besuch eines Konzentrationslagers zu einer Klassenfahrt gehören, weil so die Grausamkeit der Nationalsozialisten greifbarer als im Unterricht würde. Es sei bei dem Besuch darum gegangen, Konsequenzen für die Gegenwart zu ziehen. Die Ausgrenzung anderer, Fremdenhass und rechtes Gedankengut dürften in der Gesellschaft keine Chance haben. 

Vorbereitet worden war die Fahrt durch ein Seminar in der Villa ten Hompel. Dort setzten sich die Schülerinnen und Schüler in Rollenspielen und Gesprächen mit Opfern und Tätern, aber auch mit Mitläufern des Nationalsozialismus auseinander. Hier erfuhren sie auch, dass der Boykott gegen jüdische Geschäfte auch in Münster stattfand und jüdische Mitbürger in Arbeits- und Vernichtungslager über die Warendorfer Straße zum Bahnhof gebracht wurden. 

 

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