Der Weg zum Traumjob?

Der Berufsnavigator hilft Annette-Schülern auf die Sprünge

 

„Musiker?” Michelle ist von diesem Vorschlag des Berufsnavigators nicht gerade begeistert. „Aber Ingenieurin, das kann ich mir gut vorstellen.” Michelle und ihre Mitschüler der elften Klassen am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium nutzen den Berufsnavigator — ein computergestütztes Testverfahren als Hilfe bei der Berufsorientierung — , um die Entscheidung zu erleichtern, die fast jeden Abiturienten quält: Was will ich nur werden?

Bereits zum dritten Mal war Jürgen Hort, Soziologe und Geschäftsführer der Berufsnavigator GmbH, zusammen mit seinem Team an das münsterische Gymnasium gekommen, um den Schülern bei der Suche nach ihrem Traumjob zu helfen. Peer-Rating nennt sich das neue Verfahren, mit dem Hort bundesweit schon über 15 000 Schülern beraten hat.

„Jeweils vier bis fünf Klassenkameraden beurteilen die eigenen und die Fähigkeiten des anderen”, erklärt Dr. Silke Veers, Projektleiterin beim Berufsnavigator. „Wichtig ist dabei, dass sich die Schüler gut kennen.” Denn – so haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt — Freunde könnten sich gegenseitig oft besser einschätzen, als man sich selbst. Per TED, ähnlich wie er im Fernsehen benutzt wird, geben die Schüler dann in 50 Merkmalskategorien ihre Bewertung ab.

Doch nicht alles, was der Computer vorschlägt, passt. „Daher ist es wichtig, dass die Ergebnisse in einem persönlichen Gespräch noch einmal vertieft werden”, betont Hort.

 Westfälische Nachrichten, 23.08.2006

 

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