Informationstag zur Studien- und Berufsorientierung am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium

 

Ein Blick in die Arbeitswelt

Abitur und dann? Eine Frage, die sich früher oder später jedem Reifeprüfling stellt. Die Schüler der kooperierenden Gymnasien Annette-von-Droste-Hülshoff und Wilhelm-Hittorf werden bei der Antwortfindung nicht allein gelassen.

Eine gemeinsame Veranstaltung widmete sich am Samstag der Studien- und Berufsinformation für die Jahrgangsstufen 13. Im Annette-Gymnasium brachten Fachleute alle relevanten Schwerpunkte rund um die Zukunftsplanung zur Sprache. Zudem füllten greifbare Beispiele die theoretischen Inhalte mit Leben. Ehemalige Schüler der Bildungsstätten und Eltern aktueller Pennäler berichteten über Erfahrungen aus ihren Berufsfeldern.

Lisa Nieschlag etwa hatte nach Erhalt des Reifezeugnisses eine Karriere als Designerin eingeschlagen, betreibt heute in Münster das Gestaltungsbüro „Profil”. „Ich sitze fast den ganzen Tag vor dem Computer”, zerstreute sie vor sechs Schülerinnen die gängige Vorstellung, ihre Arbeit sei maßgeblich vom Zeichenstift geprägt. Gamze Dedehayer (18), die bereits konkret über den Berufszweig Modedesign nachdenkt, riet sie nachdrücklich, vor dem Studium eine Ausbildung zur Schneiderin zu absolvieren.

Im Klassenzimmer nebenan referierte Anwalt Markus Geuting über die Fachrichtung Jura. Seine Feststellung, gerade Frauen würden im Studium mit prima Abschlüssen glänzen, erhellte deutlich die Mienen seiner weiblichen Zuhörer. Darunter auch die 18-jährige Eva Mengeringhausen. „Vor allem die Ausführungen über die guten Verdienstmöglichkeiten fand ich interessant. Man wolle ja schließlich nichts Unprofitables studieren.

Schulleiter Dr. Arnold Hermans bedankte sich ausdrücklich für die große Kooperationsbereitschaft der Eltern. Zukünftig solle die Veranstaltung zur festen Institution werden. Denn Informationen schützen vor ungeahnten Irrwegen, sagte auch Andreas Zirkel vom Studiensekretariat. „Wer studieren möchte, sollte sich unbedingt mit der Studienberatung zusammensetzen.”

 Münstersche Zeitung 08.11.2004

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