„Nie im Leben werde ich eine Zigarette anrühren!

 

Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums werden mit den Leidensgeschichten von Lungenkrebspatienten konfrontiert. - Neues Projekt am Clemenshospital Münster 

 

Rauchen kann zum Tod führen – das war den 28 Schülern der Klasse 9c des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Münster auch schon vor ihrem Besuch im Clemenshospital klar. Doch nach den Schilderungen von Chefarzt Prof. Dr. med. Harald Steppling über Lungenkrebs, chronische Bronchitis und die Auswirkungen dieser Erkrankungen waren sie doch erschrocken.

Dass die Schilderungen der Fachärzte eine deutlich andere Wirkung erzielen als die Warnungen des Lehrers mit „pädagogischem Zeigefinger“, erkannte die Biologie-Referendarin Svenja Schwarzer und arrangierte nun zum zweiten Mal zusammen mit ihrem Kollegen Thomas Bremer das Kooperationsprojekt zwischen Schule und Krankenhaus. 

Neben einem Fachvortrag erhielten die Schüler die Möglichkeit, die Diagnostik und Therapiemöglichkeiten der Tabak bedingten Krankheiten wie etwa Lungenkrebs genauer kennen zu lernen, indem sie mit einem Arzt auf Visite gingen, bei einem Lungenfunktionstest oder sogar bei einer Bronchoskopie (Luftröhrenspiegelung) live am OP-Tisch zusehen durften – ganz professionell mit eigenen weißen Kitteln. Besonders auch das abschießende Patienteninterview mit einem Lungenkrebspatienten löste bei den Jugendlichen deutliche Betroffenheit aus und brachte sie dazu, den negativen Folgen im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge zu blicken, die eine jahrelanger Konsum von Zigaretten mit sich bringen kann.

Hautnah zu erleben, was man als Raucher erwarten muss, hat die Schüler zum Nachdenken gebracht. „Mir ist deutlich klar geworden, dass ich nie, nie, nie im Leben eine Zigarette anrühren werde!“ sagte die Schülerin Alisa nach dem Vormittag. Die Schüler forderten sogar, dass alle Klassen diesen Ausflug unternehmen sollten, um Jugendliche vom Rauchen abzuhalten.

Der Erfolg der Präventionsmaßnahme wurde bereits im Rahmen einer Staatsexamensarbeit empirisch überprüft: Es zeigten sich deutliche Einstellungsänderungen zum Rauchen.

Bleibt zu hoffen, dass die bewegenden Momente dieses Tages die Schüler auch ein Leben lang von der Zigarette abhalten werden.

 

 

 

zurück zu Aktuelles

zurück zur Startseite