Die A-lympiade ist ein jährlicher Mathematikwettbewerb für die gymnasiale Oberstufe mit offenen und realitätsnahen Aufgaben vom Utrechter Freudenthal-Institut. Die A-lympiade hat zwei Runden: Die Vorrunde mit etwa 1000 Teams, die an ihren eigenen Schulen arbeiten und ein internationales Finale mit 16 bis 18 Teams, das an einem Wochenende in den Niederlanden stattfindet. Hier kommen die 12 besten niederländischen Teams, zwei Teams aus der Karibik, zwei Teams aus Dänemark und zwei nordrhein-westfälische Teams zusammen. Beispielaufgaben finden sich unter: www.learn-line.nrw.de/angebote/alympiade/  Die Vorrunde der A-lympiade 2006/07 fand am 24.11.2006 statt.

 

Bei A-lympiade ist Teamgeist gefordert

Schüler des Annette-Gymnasiums auf der Suche nach Lösungswegen

Konzentriert brüten Simon Lütkenhaus, Greta Fastricht und Chenxi Liu über ihren Aufgaben und handgeschriebenen Notizen. Auf dem Tisch vor ihnen liegt eine große Uhr, daneben ein betriebsbereites Notebook. „Welcher Zeiger legt welche Distanz in wie viel Minuten zurück”, fragt Julia Kneppe von gegenüber. Die vier Schüler des Annette-Gymnasiums arbeiten auf Hochtouren an diesem Freitagvormittag. Nicht ohne Grund: Der in den Niederlanden konzipierte Mathematik-Wettbewerb „A-lympiade” stellt eine ganz besondere Herausforderung für die Gymnasiasten dar.

„Es sind stark anwendungsbezogene Aufgaben, die zu lösen sind”, greift Schulleiter Dr. Arnold Hermans nach einem Stück Papier. „Das Weihnachtsbuffet”, so der Titel, richtet sich in erster Linie an Grundkursschüler. Anhand einer Vielzahl an Variablen soll ein Restaurantbesitzer am Ende möglichst den maximalen Gewinn erwirtschaften. Das Besondere: „Es gibt nicht den einen richtigen Lösungsweg, sondern verschiedene”, erklärt Hermans.

Bereits seit acht Uhr sitzen die rund 40 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13, aufgeteilt in Vierer-Gruppen, an den Aufgaben. Sie diskutieren, rechnen oder recherchieren im Internet - bis 15 Uhr, immer gemeinsam. „Denn bei diesem Wettbewerb ist vor allem Teamarbeit gefragt”, sagt Mathematiklehrer Jürgen Gebauer. Zudem Kreativität und analytisches Denken, wie die Gruppe um Lütkenhaus beweist. Sie haben sich für die Aufgabe „Zwischen den Uhrzeigern” entschieden.

„Weil das mehr mit Mathe zu tun hat”, meint der Schüler der 13. Klasse. Die Gruppe nutzt Formeln aus dem Unterricht, stellt Gleichungen mit Unbekannten auf. Ihr Ziel ist klar formuliert: „Wir wollen uns für den Landesentscheid qualifizieren”, sagt Julia Kneppe selbstbewusst.

Um es dorthin zu schaffen, müssen sie allerdings zunächst die schulinterne Hürde überspringen. Denn insgesamt nur drei Lösungsansätze wird das Annette-Gymnasium einreichen. Zwei zu den Grundkurs-Aufgaben, einen von einer Leistungskurs-Gruppe. Und so widmen sich die Schüler schnell wieder ihren Aufgaben.

Münstersche Zeitung, 25.11.2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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