Schnupperkurs
im BioGenTec-Mobil
Ungefähr
über zwei Jahre zog sich eine Reihe vielfältiger Veranstaltungen zum Thema
Bio- und Gentechnologie an unserer Schule, die den Oberstufen-Schülern die Möglichkeit
bieten sollte, sich hier in besonderer Form zu informieren.
Der
Wunsch, sich vertiefend mit diesem Feld zu befassen, wurde in der davor
liegenden Zeit verstärkt geäußert, und so stellte die Biologie-Fachschaft zunächst
einen Kontakt zur Landesinitiative für Bio- und Gentechnologie e.V. BioGenTec
NRW her.
Mutig
stürzten sich ab August 1998 zwei Schülerinnen (Judith Bietmann, Joëlle
Balken, Abi 2000) in den Wettbewerb „!Gene im Alltag“, der von dort
organisiert wurde.
Daraufhin
bot man unserer Schule an, ausgerichtet durch BioGenTec NRW, Ort einer zweitägigen
Veranstaltung zum Thema zu sein (22. und 23. Februar 1999). Diese hatte den
besonderen Reiz, dass das europaweit erste rollende Genlabor mit 25 Arbeitsplätzen
in Form eines voluminösen Busses erschien, in dem Gruppen durch Demonstrationen
und mehrstündige Kurse grundsätzliche Verfahren der Gentechnik unter der
Leitung zweier hierfür geschulter Biologen erproben konnten. Drei
Leistungskurse und zwei Grundkurse der Jahrgangsstufen 11 und 12 erhielten Einführungen
und arbeiteten praktisch. Nur zu einzelnen Gymnasien NRWs kam das
Fahrzeug, das im Besitz des Landes Bayern ist.
Am
Abend fand in der Aula ein Bio- und Gentechnologie-Abend statt, bei dem die
Fachleute einem breitem Publikum nach einem Vortrag Rede und Antwort standen. Die Einladung galt allen
Interessierten, und so fanden sich außer Schülern, Eltern und Lehrern
Vertreter der Stadt, der Studenteninitiative zur Förderung der Biotechnologie,
des Naturschutzbundes Deutschland e.V., Greenpeaceangehörige und andere mehr
ein, sodass es zu einer kontrovers geführten Diskussion kam.
Am
14. Juni 1999 wurde das Thema in Form einer Podiumsdiskussion („Gentechnik in
Pflanzen“) wieder aufgegriffen. Vertreter des Philosophischen Seminars, der
Landwirtschaftskammer, der Studentenorganisation zur Förderung der
Biotechnologe und der Gentechnikexperte von Greenpeace debattierten
untereinander und mit Schülern.
Als
Honorierung der Teilnahme am Schülerwettbeweb 1998/99 wurde im Februar 2000
unsere Schule ausgewählt, an einem workshop „next generation“ auf der KölnMesse
teilzunehmen, bei dem sich Schüler mit Experten über den
verantwortungsbewussten Umgang mit Bio- und Gentechnologie unterhalten konnten.
Henriette Norda, Chiara Callies, Peter Büscher und Anna Hormes machten sich auf
den Weg nach Köln und diskutierten u.a. nicht nur mit dem Erfinder der
Anti-Baby-Pill, sondern gewannen auch noch den Hauptpreis des Workshops: ein
Gentechnik- Experimentiervormittag an unserer Schule. So führte am 23. Juni
2000, wieder von der BioGenTec NRW finanziert (immerhin Personal- und
Sachkostsen im Wert von 800,-), ein entsprechend spezialisierter Biologe mit
optimalem Material-equipement und perfekter Lehrinszenierung eine Veranstaltung
zur Herstellung eines genetischen Fingerabdruckes durch, in deren Genuss 26
Leistungskurs- und Grundkurs-Schüler kamen.
Die
komplette Veranstaltungsreihe gab vielen Oberstufenschülern außergewöhnliche
Chancen, einerseits professioneller praktisch zu experimentieren und
andererseits die Argumente der verschiedensten Interessengruppen authentischer
zu erfahren und wurde von daher von Schülerseite als lohnende Ergänzung zum üblichen
Unterricht bewertet.