Klassenfahrt der Klassen 7 c und 7d nach Spiekeroog

Unsere viertägige Klassenfahrt zur nordfriesischen Insel Spiekeroog begann am Montag, dem 25. September 2006, früh morgens um kurz vor sechs Uhr. Wir, die Schüler der beiden Klassen 7c und 7d des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums, trafen uns auf dem Busparkplatz am Münsteraner Ostbad. Um 6 Uhr waren fast alle Mitreisenden am Bus. Nur zwei Schüler hatten sich etwas verspätet und fehlten. Nachdem auch die beiden eingetroffen und in den Bus eingestiegen waren, ging es los Richtung Neuharlingersiel.Die Busfahrt verlief reibungslos und jeder hatte viel Spaß – obwohl einige noch ein bisschen müde waren! Nach einer ungefähr dreistündigen Fahrt erreichten wir den Hafen von Neuharlingersiel, wo die Fähre zur Insel schon auf uns wartete. Alle holten schnell ihr Gepäck aus dem Bus und sausten zu der Fähre „Spiekeroog 2“. Dort angekommen, hievten die Lehrer unsere Koffer und sonstiges Gepäck in einen Container, der anschließend mit einem Kran in das Schiff gehoben wurde. Nun durften die Schüler das Schiff „entern“. Manche gingen unter Deck, manche blieben oben an Deck an der frischen Luft, und manche wechselten die ganze Fahrt immer wieder ihre Aufenthalte. Nach einer halben Stunde legten wir im Hafen von Spiekeroog mit dem Schiff an. Die Lehrer prüften nach, dass keiner an Bord vergessen wurde, und dann ging es für uns zu Fuß weiter zum Evangelischen Jugendhof Spiekeroog, während unser Gepäck in einem Container auf einem mit Erdgas betriebenen Auto zur Unterkunft gebracht wurde. Wir wanderten durch die Innenstadt und an vielen Dünen vorbei, bis wir endlich angekommen waren. Aus dem Container holten wir noch schnell das Gepäck und dann bezogen wir unsere Zimmer im Jugendhof. Lange Zeit hatten wir dazu aber nicht, denn Frau Weiß und Herr Grunert riefen uns zum Essen. Nachdem jeder gegessen hatten,  richteten sich alle die Zimmer ein und dann ging es weiter zu einem bewachten Strand. Wir konnten dort ins Wasser gehen, schwimmen und Spaß haben. Manche spielten aber auch Fußball am Strand oder liefen am Wasser entlang... Am Abend, als die Ebbe schon einsetzte, gingen wir alle gemeinsam  zurück zum Haus. Dort erklärte uns der Hausleiter die Regeln auf der Insel, z. B. dass man die Dünen nicht betreten darf oder dass man bestimmte Ruhezeiten einhalten muss. Aber er erzählte auch, was es mit den Dünen auf sich hat und welche Funktion sie für die Insel haben. Danach war Duschen und Relaxen angesagt. Als alle fertig waren, aßen wir zu Abend. Dann stand noch ein Spieleabend auf dem Programm. Nach dem Spieleabend gingen alle in ihre Betten und wenig später schliefen die meisten.

Am nächsten Tag, nach dem Frühstück, packten wir unsere Sachen für eine Wattwanderung. Wir liefen zu Fuß zum Hafen, um unsere Wattführerin zu treffen. Von dort aus gingen wir mit ihr dem Watt entgegen. Dort zeigte uns die Führerin viele Watttiere, wie zum Beispiel eine Viermundqualle, einen Wattwurm und viele Krebse. Wir sammelten sogar lebende Muscheln. Und es war sehr interessant zu sehen, wie sich die Muscheln wieder in den Sand eingruben. Nachdem wir im Jugendhof Mittagessen gegessen hatten, gingen wir mit der Klasse zum Eisessen in die Innenstadt. In Dreiergruppen durften wir danach noch ein bisschen durch die Stadt bummeln. Viele Schüler gingen sich etwas zu Essen holen.  Manche wollten aber auch zum Strand oder Minigolf spielen. Später trafen wir uns alle wieder am Haus. Nach diesem anstrengenden Tag mussten wir uns erst einmal duschen. Am Abend, nach dem Abendessen, startete dann unsere erste Party. Um ungefähr zehn Uhr schickte uns unsere Lehrerin dann zu Bett. Wir quatschten noch lange, bevor wir einschliefen. Am Mittwoch, dem 27. September 2006, wachten wir früh auf, um ausgiebig zu frühstücken. Nachdem alle ihren Kakao  ausgetrunken und ihre  Brote gegessen hatten, gingen wir mit Herrn Grunert zum Naturkundemuseum Spiekeroog. Leider ohne Frau Weiß, denn sie hatte sich am vorigen Tag den Fuß angeknackst und konnte nicht weit laufen. Nach einer langen Wanderung über die Insel kamen wir endlich an unserem Ziel an. Jedes Zimmer bekam einen Aufgabenzettel ausgehändigt, den wir dann gemeinsam im Museum lösen sollten.

Jeder Schüler entdeckte dabei zahlreiche, neue Informationen über die Insel Spiekeroog und besonders über das Watt. Danach ging es wieder zurück zum  Evangelischen Jugendhof, wo wir zu Mittag aßen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und jeder durfte machen, was er oder sie wollte. Manche gingen zum Strand, manche in die Stadt und zwei von uns blieben mit Frau Weiß im Jugendhof. Nachdem alle zurückgekehrt waren, gab es das  Abendessen. Anschließend relaxten oder duschten die meisten, damit sie abends wieder für die zweite Party fit waren. Nachdem wir nach der Party erschöpft  ins Bett gefallen waren, bimmelte plötzlich die Essensglocke, was Feueralarm bedeutete. Alle trabten in den Speiseraum,  wo uns schon Frau Weiß schmunzelnd erwartete: „Das war eine Feuer-Alarm-Übung! Wir haben hier Süßigkeiten für jeden. Nehmt euch gerne welche.“ Danach gingen alle entspannt schlafen.

Am Donnerstag, dem 28. September 2006, mussten wir nach dem Aufstehen unsere Koffer packen, wenn man dieses nicht schon am vorherigen Abend gemacht hatte. Danach gab es Frühstück, wo jeder auch gleich ein Lunchpaket für die Rückfahrt mitnehmen konnte. Während Herr Grunert mit ein paar Jungen die Koffer in den Container packte, kontrollierte Frau Weiß, ob alle Zimmer wieder ordentlich hergerichtet worden waren. Nachdem wir den Jugendhof ein letztes Mal verlassen hatten, durften wir noch einmal in Dreiergruppen durch die Innenstadt schlendern. Aber jedermann musste pünktlich zur Abfahrt der Fähre am Hafen sein. Dort warteten wir noch ein wenig und dann durften wir auf das Schiff gehen. Diesmal waren wir so früh da, dass wir schöne Plätze auf dem Deck an der frischen Luft und unterhalb des Deckes ergatterten. Nach dreißig Minuten Schifffahrt kamen wir wieder im Hafen von Neuharlingersiel an und man sah Spiekeroog nur noch ganz klein in der Ferne. Wir gingen von der Fähre aus zu dem uns zugeteilten Bus und fuhren schon bald los in Richtung Münster. Aber nach zwei Stunden hatte unser Bus-Anhänger für die Koffer eine Reifenpanne. Jeder musste für eine viertel Stunde auf einer Tankstelle in der Nähe von Greven aus dem Bus aussteigen und warten bis der Busfahrer die Panne beseitigt hatte. Nachdem der Schaden behoben war, fuhren wir noch eine halbe Stunde weiter bis wir endlich unser Ziel, den Parkplatz am Münsteraner  Ostbad, erreichten. Die Eltern warteten schon ungeduldig auf uns und winkten, als wir mit unserem Bus auf den Platz fuhren. Alle Schüler stiegen aus, um die Eltern zu begrüßen und sich auf dem Heimweg zu machen. So endete nach vier ereignisreichen Tagen unsere coole Klassenfahrt nach Spiekerkoog.

Cara Wallenhorst und Resa Puffert (7c)

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