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Bildungsinitiative

Antikoloniales Lehren und Lernen

Wir werden es wagen die Zukunft zu erfinden.
Thomas Sankara

Die Bildungsinitiative Afrika checken steht in direkter Nachfolge zum ehemaligen Verein Checkpoint Afrika (2007-2023). Ihr Ziel ist es, dessen langjährige antirassistische Arbeit zu internationalisieren. Im Zentrum der Neuausrichtung steht die bildungspolitische Zusammenarbeit mit einer kenianischen Universität oder Fachhochschule, um gemeinsam innovatives, empowerndes und frei zugängliches Bildungsmaterial (OER) für den pädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Teilbereich Antikoloniale Bildung zu erstellen.

Vorbilder aus Afrika

Als Ausgangsbasis für die kenianisch-deutsche Zusammenarbeit ist ein Revival des Checkpoint Afrika Projektes „Global Heroes – Heldinnen und Helden aus Afrika“ geplant. Das erfolgreiche Pilotprojekt aus dem Jahr 2010 entwickelte sich über die Jahre zu einer beliebten und bewährten Unterrichtsreihe.Aufgrund des interdisziplinären Ansatzes und der Verbindung von Kunst und Politik kann die Projektarbeit auf vielfältige Weise für Zusammenarbeit wiederbelebt werden.Im Mittelpunkt stehen historische Persönlichkeiten vom afrikanischen Kontinent: Die mutigen Frauen und Männer repräsentieren ein kämpferisches, kreatives, innovatives, reiches und stolzes Afrika, das seine Kraft aus dem immensen Potential seiner Menschen und Kulturen schöpft. Sie verkörpern vorbildhafte Leit- und Identifikationsfiguren, die alle ihr vorbildhafter visionärer und revolutionäres Kampf für eine humane und zukunftsfähige Welt eint. Einen guten Einblick in die Zielsetzung und Umsetzung der Projektarbeit gibt der folgende Trailer vom Bennohaus Münster. Im Interview: die Kunstlehrerin und Jugendliche des teilnehmenden Gymnasiums sowie die Projektleiterin des ehemaligen Vereins Checkpoint Afrika.



Projekttrailer: englische Untertitel auf der YouTube-Plattform möglich (1:36 Min.)

Von Afrika lernen

Das Projekt „Global Heroes – Heldinnen und Helden aus Afrika“ setzt auf die Vielfalt positiver Gegenbilder, um die vorherrschende abfällige sowie abwertende Sicht auf den afrikanischen Kontinent und seine Darstellung als dystopischen Ort grundlegend zu verändern. Neu gewonnene und differenziertere Sichtweisen sollen dazu führen, überholte kolonialrassistische Darstellungen von Afrikanerinnen und Afrikanern als unhaltbar zu widerlegen. Dieser längst überfällige Prozess verdeutlicht, dass wir viel von Afrika lernen können: nicht nur aus der Vergangenheit und Gegenwart, sondern auch für die Zukunft. Diese neu gewonnene Einsicht impliziert zugleich eine radikale Neubewertung der europäischen Kolonialgeschichte, deren Wirkmächtigkeit sich bis heute in globalen Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten manifestiert.

Welt- und Menschenbilder korrigieren

Fakt ist: Das Image Afrikas und die Wahrnehmung seiner Menschen sind im kollektiven Bewusstsein Europas im Kern ungebrochen negativ geblieben. Das Fatale ist, dass dieses stigmatisierende Negativimage als Folge der 600 Jahre andauernden kolonialen Vorherrschaft bis heute weltweit verbreitet ist. Der Videobeitrag „Warum halten sich Stereotype über Afrika so hartnäckig?“ sucht nach Gründen für die Fortexistenz und Wirksamkeit kolonialrassistischer Narrative und enttarnt diese als einseitig und falsch.

Deutsche Welle (DW): Warum ist das Bild von Afrika so negativ? (2024; 3:33 Min.)

Kolonialrassistische Menschenbilder, Denk- und Verhaltensmuster spiegeln sich weltweit in der vorherrschenden Weltpolitik wieder. Charakteristische Beispiele dafür sind die unzähligen menschenverachtenden und demagogischen Hassreden des aktuell amtierenden US-Präsidenten Donald Trump über Afrika und der afrikanischen Diaspora.

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