Nikolaj
Gogol: „Der Revisor“
Aufführung
der Theater-Arbeitsgemeinschaft des Abendgymnasiums
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In einem abgelegenen russischen Provinznest des 19.Jahrhunderts verbreitet sich das Gerücht von der baldigen Ankunft eines Revisors aus der Hauptstadt, inkognito reisend und mit weit reichenden geheimen Instruktionen versehen. Bei den Honoratioren und Spitzenbeamten der Stadt ruft diese Aussicht verständliche Nervosität und Angst aus, da jede und jeder eine Überprüfung und Aufdeckung der herrschenden Missstände zu befürchten hat. Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis die Nachricht umgeht, der erwartete Revisor sei im Gasthaus abgestiegen. In Wirklichkeit handelt es sich dabei jedoch um einen kleinen Petersburger Beamten namens Chlestakov, einen Charmeur und Zocker, der seinerseits befürchten muss wegen seiner Schulden ins Gefängnis gesteckt zu werden. Aus dieser Konstellation ergeben sich Missverständnisse und dramatische Zuspitzungen – Chlestakov wird hofiert und nutzt die sich bietenden Gelegenheiten, sich bei den Damen der Stadt ins rechte Licht zu setzen und gleichzeitig etwas für seine finanzielle Situation zu tun. Erst spät begreift er, dass man ihn für einen Revisor hält, nimmt jedoch diese Rolle virtuos an und nutzt sie skrupellos aus... Gogols Komödie spießt die verbreitete Korruption seiner Zeit satirisch auf, verweigert dabei gar das für die Komödie typische ’glückliche Ende’. Das Spiel um Schein und Sein, um Rolle und Person, die Auseinandersetzung mit Egoismus, Amtsmissbrauch und Bestechung sind Themen, die auch einem heutigen Publikum Spiegel sein können. |
Bilder von
der Premiere am 7. Juni 2001 |
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