Ernst Ludwig Kirchner
Potsdamer Platz
1914



Bildbeschreibung



   E. L. Kirchner:
    Biographie



 1914 - der Weg in
den ersten Weltkrieg
 



Der Potsdamer Platz:
Von der Drehscheibe  der kaiserlichen Reichshauptstadt
 zur 'Neuen Mitte'




Literarisches   Zeitdokument:
Georg Heym:
 "Der Gott der Stadt"




Literaturangaben



Wir










E. L. Kirchner:
 Tanzende, 1911




                 Biographie: E. L. Kirchner
 

                           Ernst Ludwig Kirchner (1880 - 1938)
                            
Deutscher Maler, Zeichner, Graphiker,
                                   Bildhauer des
Expressionismus

 
1880            6.5. in Aschaffenburg geboren
 1901            Beginn des Studiums der Architektur an der
                     Technischen Hochschule in Dresden.
 1903/04       Studium an der Kunstschule von Debschitz
                     Studium an der Technischen Hochschule in 
                     München (2 Semester). Bei einer Ausstellung
                     entdeckt Kirchner die Malerei der von Kandinsky
                     geführten Gruppe 'Phalanx' und der französischen
                     Neo-Impressionisten.
 1904            Rückkehr nach Dresden und Fortsetzung des
                     Architekturstudiums. Bekanntschaft mit den
                     Architekturstudenten Erich Heckel, Fritz Bleyl und
                     Karl Schmidt-Rottluff, mit denen er die
                     Künstlervereinigung " Die Brücke" gründet.
                     Er wird führende Kraft der Vereinigung mit ihrer
                     " aufrichtigen,  betont antibürgerlichen Neuen
                     Kunst".
 1906            Kirchner übernimmt Heckels Atelier im Dresdener
                     Arbeiterviertel. Zu seinen bevorzugten Themen
                     gehören neben Akten und Porträts auch
                     Landschaften, Stadtansichten und die Welt des
                     Varieté.
 1908            erster Aufenthalt auf Fehmarn
 1911            Übersiedlung der Brücke-Künstler nach Berlin.
                     Hier sind die Themen in erster Linie Zirkus und
                     Varieté.
                     Zusammen mit Max Pechstein gründet er das
                     Institut "Moderner Unterricht in Malerei" (MUIM),
                     das jedoch erfolglos bleibt.
 1913            Nach der Auflösung der "Brücke" malt Kirchner
                     eine Reihe großformatiger Straßenszenen. Erste
                      Einzelausstellung im Folkwang-Museum Hagen
 1914            Kirchner malt "Potsdamer Platz".
 1915/16       Freiwilliger Kriegsdienst als Fahrer in einem
                     Artillerieregiment. Nach einem körperlichen und
                     seelischen Zusammenbruch begibt sich Kirchner
                     zur Behandlung in ein Sanatorium bei Königstein
                     (Taunus)
 1917            Übersiedlung nach Davos. Hier übermalt er alte
                     Bilder und datiert sie vor.
 1923            große Einzelausstellung in Basel
 1930            eine linear abstrahierende Malweise kennzeichnet
                     die letzte Phase seines Werkes
 1933            Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel und im
                     Kunstmuseum von Detroit (USA)
                     Die Nationalsozialisten diffamieren Kirchner als
                     "entarteten" Künstler und beschlagnahmen 639
                     seiner Werke aus  deutschen Museen. 32 seiner
                     Werke werden in der Ausstellung  "Entartete
                     Kunst" gezeigt.
 1938            15. Juni: Von Krankheiten angegriffen und
                     verzweifelt über die Entwicklung in Deutschland,
                     begeht Ernst Ludwig  Kirchner in  Frauenkirch-
                     Wildboden Selbstmord. Zuvor Vernichtung einiger
                     Skulpturen und zahlreicher Bilder.

 

 E.  L. Kirchner: Selbstbildnis 1914