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Justinian und Theodora
- Zwei Biographien Die Mosaiken:
Goldmedaillon Abguss nach dem verlorenen Original, British Museum, London
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Biographie:
Justinian 482 Geburt Justinians, Sohn einer lateinisch sprechenden Bauernfamilie aus Tauresium bei Skopje, Neffe des Kaisers Justin I, der ihn früh nach Konstantinopel holte, wo er eine vielseitige Ausbildung erhielt. 493 Der Ostgote Theoderich wird König von Italien 518 Justin I wird von der Armee in Konstantinopel zum Kaiser ausgerufen. Justinian wird ein wichtiger Ratgeber Justins I. 525 Hochzeit Justinians und Theodoras 527 Tod Justins. Justinian und Theodora werden als Kaiserpaar gekrönt 529 Veröffentlichung des "Codex Iustinianus" unter Federführung dess Juristen Tribonian. Der Codex enthält alle Kaisergesetze der Vorgänger Justinians. 533 folgen die 50 Bücher "Digesten" mit Auszügen aus 2000 Schriften römischer Juristen seit der Zeit der Republik. Der Codex diente jedem Gericht im gesamten Reich als maßgebliche Rechtsgrundlage. Im Mittelalter bürgerte sich der Name "Corpus Iuris Civilis" für das Gesetzeswerk ein. Es gilt als das wichtigste Dokument der europäischen Rechtsgeschichte. 532 Sicherung der Ostgrenze durch einen mit Persien geschlossenen "ewigen Frieden", der aber immer wieder durchbrochen wurde und erst 562 mit hohen Tributzahlungen Justinians endgültig erkauft werden konnte. 532 Nika-Aufstand: Die zahlreichen Kriege und die rege Bautätigkeit (Hagia Sophia, Befestigungsanlagen) konnten nur durch ein hohes Steueraufkommen finanziert werden. Der strenge Fiskalismus der Regierung und das autokratische Regime des Kaisers führten zu revolutionären Unruhen, die von den beiden großen Zirkusparteien betrieben wurden. Diese organisierten die Wagenrennen im Hippodrom: Die 'Grünen' bildeten die Partei der kleinen Leute und der Arbeiter. Die 'Blauen' hatten ihre Gefolgsleute eher in wohlhabenden, konservativen und streng orthodoxen Kreisen. Beide Parteien schürten den Aufstand.Justinian, der die zum Teil zerstörte Stadt und den belagerten Palast auf dem Fluchtweg verlassen wollte, konnte nur durch das energische Eingreifen Theodoras zurückgehalten werden. Die Revolte wurde durch die Truppen Belisars niedergeschlagen. Der Nika-Aufstand forderte rund dreißigtausend Tote. 533 - 536: Der Feldherr Belisar erobert zunächst in Nordafrika das Vandalenreich zurück, dann Sizilien von den Goten, landet in Italien und belagert Neapel. Der Italienkrieg dauert noch 20 Jahre - bis 553. Für seine Grausamkeit steht das Blutbad von Mailand durch die Goten (539). 540 kapitulierte Ravenna vor Belisar. Dem Feldherrn Narses gelang ab 551 die Eroberung Italiens. 535 - 537: drei Päpste werden nacheinander ernannt: Agapet, Silverius und Vigilius. In seiner Kirchenpolitik schwankt Justinian zwischen den Orthodoxen und den Monophysiten (griech: mónos: allein und physis: Natur -Anhänger der Lehre, dass Christus nur eine göttliche, nicht aber eine zugleich göttliche und menschliche Natur habe). 543 Pest in Konstantinopel. Die Epidemie forderte nach Schätzungen 300 000 Tote. Auch Justinian war von der Pest befallen, konnte sich aber erholen. In den Monaten seiner Krankheit führte Theodora die Staatsgeschäfte. 548 Tod Theodoras 551 Rückgewinnung der Südspitze Spaniens von den Westgoten 565 Tod Justinians Justinian hatte am Ende seines Lebens die römische Herrschaft im Mittelmeerraum wiederhergestellt. Die meisten Rückeroberungen gingen allerdings bald nach seinem Tod wieder verloren. Seine Nachfolger gaben die Idee der Reichseinheit auf und beschränkten sich auf die Herrschaft im griechischen Osten. Damit begann die eigentliche Geschichte des byzantinischen Reiches, das bis 1453 bestand. |