Was ist eine Hexe?
Die am weitesten verbreitete Herleitung des Wortes Hexe stützt sich auf das althochdeutsche Wort hagazussa = Zaunreiterin. Demnach ist eine Hexe ein (dämonisches) Wesen, welches auf Hecken oder Zäunen haust. Eine andere Übersetzung oder Deutung zerlegt das Wort in hag = Rodung, Feld + Flur und in zussa = die Schädigende. Die Hexe ist also "die den Hag Schädigende".
Andere verwandte Bezeichnungen finden wir bereits in antiken Darstellungen. Im Lateinischen gibt es z.B. das Wort strix, was auch Eule bedeutet. Die Bibel spricht von bacularia (Besenreiterin), lamia (Nachtungeheuer), venefica (Giftmischerin) und ähnlichen.
Vorstellungen von Hexen findet man bei den Germanen, alteuropäischen Völkern und im Orient; hier zunächst aber als Wesen der Natur mit konstituierender Funktion für die gesellschaftliche Ordnung. Allem Hexenglauben gemein ist jedoch die Betrachtung der Hexerei als Gegensatz zur Ethik und den Verhaltensnormen der Gesellschaft. Im frühen Hochmittelalter fand dann eine Vermischung des christlichen Teufelsglaubens mit den vorchristlichen Vorstellungen statt.
Eine Hexe war nun per Definition durch päpstliche Bullen, staatliche Gesetze und Literatur ein Wesen, welches mit dem Teufel Unzucht trieb. Als Merkmale für eine Hexe galten nach diesen Schriften abweichende Augenfarben (z.B. hellblaue Augen bei dunkelhäutigen Menschen), rote Haare, Sommersprossen, Warzen, Muttermale und ähnliches.
Im Zuge des später so genannten
‘Hexenwahns’ wurden vornehmlich Erwachsene, mehrheitlich Frauen, als Hexen bezeichnet; die Zahl der verurteilten männlichen Hexer liegt bei ca. 10 - 15%.
Bilder im Uhrzeigersinn von oben links:

- Vettel mit Hilfsgeist
- Vier Hexen
- Hexen auf dem Weg zum Blocksberg
- Satansgefolgschaft
- Hexenritt

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