Hexenwahn

Hexenverfolgung und Verurteilung gab es bereits seit dem 11. Jahrhundert. Der sog. "Hexenwahn", der in Europa von 1350 bis Ende des 17. Jahrhunderts datiert wird, fand seinen Höhepunkt gegen Ende des 15. Jahrhunderts und löste eine Welle von Hexenprozessen aus. Derzeit beherrschten politische und religiöse Krisen das Gesellschaftsbild. Diese Missstände, die für eine breite Bevölkerungsschicht vor allem Armut und Krankheit bedeuteten, verstärkten zunächst den Volksglauben an Wunderheiler und Wahrsager, erzeugten jedoch auch die Überzeugung, dass derartige Umstände auch durch Zauberei und Teufelspakt entstehen.

Die Prediger bekräftigten diesen Aberglauben durch die Herausgabe von Zeitungen über Hexen und Teufel. Auch die Kirche schürte (aus Angst vor Machtverlust) Emotionen gegen Andersgläubige und -kundige. Ein geeigneter Sündenbock war gefunden. Denunziationen und Verfolgungen von Glaubensabtrünnigen und Hexen setzte ein.
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