Eugène Delacroix – Biographie              

 26. April 1798

 

Eugène Delacroix wird in Saint-Maurice-Charenton bei Paris geboren. Er stammt aus einer wohlhabenden Diplomatenfamilie und beginnt bereits mit 17 Jahren zu malen.

 1815

tritt er in das Atelier des Malers Guérin ein und trifft dort seinen Schulkameraden Géricault wieder. Sein Interesse gilt v.a. Rembrandt und Rubens (Medici-Zyklus) sowie Veronese und  Goya.

 1820

Durch einen Vermögensverlust seiner Familie wird Delacroix nahezu mittellos. Die Gemälde 

1822 und 1824

"Dante und Vergil" und  "Das Massaker von Chios" (beide im Louvre) erregen schon durch die Themenwahl großes Aufsehen und machen Delacroix bekannt.

 1825

Reise nach London. Delcroix  lernt die Bilder von Gainsborough, Turner und Constable  kennen, liest Shakespeare, Byron, Scott und fertigt Lithographien an zu Goethes Faust und zu Shakespeares Hamlet.

1827

Zurück aus London widmet er sein Bild "Griechenland stirbt auf den Ruinen von Missolonghi" dem Thema des griechischen Freiheitskampfes.

1827

Delacroix wird im großen Salon der Romantik als Gegenspieler des Klassizisten Ingres als Haupt der romantischen Schule gefeiert. Unter den 12 ausgestellten Werken rufen v.a. die Bilder "Tod des Sardanapal" (Louvre) und die "Hinrichtung des Dogen Marino Faliero" (Louvre) Aufsehen und Kritik hervor.

1830

"La Liberté guidant le peuple" Unter dem Eindruck der Julirevolution malt Delacroix  nach zahlreichen Vorstudien das Revolutionsbild (Louvre), das vom Bürgerkönig Louis-Philippe angekauft, 1844 allerdings – unter neuen politischen Vorzeichen - wieder an den Maler zurückgegeben wird.

1832

Nach der Eroberung Algeriens reist Delacroix  mit einer Delegation nach Spanien, Algerien und Marokko. Die nachhaltigen Eindrücke sind in zahlreichen 'Orientbildern': Skizzen, Aquarellen, Ölbildern mit exotisch-orientalischen Motiven festgehalten; eines der eindrucksvollsten:

1834

"Die Frauen von Algier in ihrem Gemach" (Louvre)

Nach 1833

Es folgen  zahlreiche offizielle Aufträge für Wand- und Deckengemälde, z. B. für den Salon du Roi im Palais Bourbon sowie für die Dekoration der Kuppel in der Bibliothek des Palais du Luxembourg  (dem Sitz des Senats).

1850 - 1851
1854
1857

Arbeit an der "Galerie d'Apollon" im Louvre Kleinformatige Tierdarstellungen, z.B. "Tigerjagd" 
Aufnahme in die Académie des Beaux-Arts

1861

In den letzten Lebensjahren malt er die Fresken in der Chapelle des Saints-Anges in der Kirche Saint-Sulpice, u.a. "Jakobs Kampf mit dem Engel". Er lebt jetzt sehr zurückgezogen, umgeben von wenigen Freunden, u.a. von Charles Baudelaire.

13. August 1863

Eugène Delacroix stirbt in Paris

Das Werk von Delacroix zählt mit über 800 Bildern und Portraits, mit  großformatigen Wandgemälden und mit mehr als 6000 Handzeichnungen,  Lithographien und Radierungen zu den umfassendsten und bedeutendsten  des 19. Jahrhunderts.