Hintergrundinformationen

 

 
Die Stegreifbühne entstand 1984 aus einem offenen Treff von Menschen mit Lust am Stegreifspiel.

Angelehnt an das Psychodrama" von J.L. Moreno verfolgte die Stegreifbühne das Ziel, eigenes Erleben und Erlebnisse im Spiel abzubilden. Einige der Gründungsmitglieder sind auch heute noch Spieler der Stegreifbühne.

Später entwarf die Gruppe erste Konzepte für öffentliche Auftritte, die als „Playback- Theater" weiterentwickelt wurden und bekannt geworden sind. Erlebte oder auch phantasierte Geschichten wurden auf der Bühne in Szene gesetzt, wobei der Kontakt zum Publikum direkt und eng war.

Die Zuschauer steuerten und entwickelten die Szenen und das Spiel auf der Bühne war der Spiegel des Publikums.

Nun war es auch möglich, Diskussionsprozesse oder Arbeitsergebnisse von Unternehmen, Sitzungen und Tagungen "spiegelnd" in Szene zu setzen.

Im weiteren Verlauf nahmen theatralische Elemente größeren Raum ein. Einige Spielformen früherer Tage sind noch heute zu finden, z.B. in den "Lebenden Bildern", in denen ein Tag nach den Erzählungen eines Zuschauers auf der Bühne dargestellt wird. Der Schwerpunkt der Stegreifbühne hat sich jedoch - nicht zuletzt durch die Ideen von Keith Johnstone - in Richtung eines Improvisationstheaters entwickelt, in dem der Spielraum der Akteure auf der Bühne größer und freier geworden ist.

Seit kurzem arbeitet Stegreifbühne auch mit dem Pianisten Michael Preiser zusammen.

Trotz oder gerade wegen aller Entwicklungen, ist die Stegreifbühne jedoch immer einem Anspruch treu geblieben: dem Erzählen von Geschichten, die berühren.