husch_9_076_20110304_1710956828Husch-Ball 2011: Die schönsten Bilder!
Schrill, bunt und erotisch - das war der Husch-Ball 2011. Die schönsten Fotos von Sarah Koska und Thomas Exposito sind nun online. Kabarettist Christoph Tiemann, der als Conférencier für die erkrankte Stilikone Kay Ray, durch den Abend führte, fühlte sich unter den schrill Kostümierten und in der aufgeheizten Stimmung sichtlich wohl.
Spontan bot er an: „Wenn man mir bis zum Ende des Abends ein Kleid besorgt, werde ich damit auf die Bühne gehen.“ Musikalischer Höhepunkt war der Auftritt von „Maybebop“. Die vier hannoveraner A-Capella-Musiker fesselten das Publikum über eine Stunde mit ihrem ausdrucksstarken Gesang.

Die Canarinhos heizten den Besuchern mit brasilianischen Rhythmen ein. Ruhiger ließen es da die Balletttänzer Tanya und Julio  Acevedo zugehen, die ebenfalls viel Applaus ernteten. In der Pause sorgte Travestie-Künstlerin Jezebel Ladouce mit einem Auszug aus ihrem Programm „Mit Frack und Fummel“ im Foyer für frivole Unterhaltung.

Der Husch-Ball hat sich schnell zum Event mit grenzübergreifender Anziehungskraft gemausert. Auch diesmal kamen Gäste aus Kopenhagen, Zürich und Rotterdam. In der Pause zogen die Publlikums-Scouts der Aids-Hilfe durch die Menge. Gesucht werden die ausgefallendsten Kostüme. An diesem Abend eine echte Qual der Wahl. Die besten – eine Menge – durften am Ende nochmal auf die Bühne und konnten sich für ihre Kreativität frenetisch bejubeln lassen.

Sonnengöttinnen und Lederfans präsentierten sich ebenso wie ein Hochzeitspaar, bei dem der Mann im wunderschönem Kleid auf die Bühne kam, oder Seebären mit jungen Geliebten. Auch Moderator Christoph Tiemann muss am Ende sein Versprechen einhalten. Ein Kleid hat sich gefunden und als Meerjungfrau wirkt er gleich viel weniger hetero!

Süße Schmankerl servierte Ralf Ilgemann vom Café classique mit einer siebenstöckigen Bonbonniere, gefüllt mit Petit Four. „Es ist Ehrensache, dass ich als Geschäftsmann auch die Arbeit des Husch-Balls und der Aidshilfe unterstütze.“  Das taten auch die weit über 100 Unternehmen, die die Gewinne für die Tombola beigesteuert hatten.

Es war wieder einmal ein besonders bunter, teilweise schriller Abend. Die üppig geschmückten Gäste – manchmal unklar, ob Mann oder Frau – lehrten einem schon im Foyer der Halle Münsterland, was das Motto des Abends war: Das Publikum ist der Star!

Weitere Bilder der Münsterschen Zeitung und der Westfälischen Nachrichten finden Sie hier!